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Tierschützer besetzen skandalöse Schweinefabrik von Tierarzt in NÖ

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (08.12.2009)

Stössing, 08.12.2009

Seit Jahren abgebissene Schwänze und Ohren bei Tieren in überfüllten und völlig verschmutzen Ställen, trotz wiederholter Anzeigen seit 1999. Deshalb besetzen VGT-AktivistInnen heute seit 09:00 diese Schweinemast und fordern das Ende der tierquälerischen Zustände in diesem Skandal-Betrieb.

Seit Jahren abgebissene Schwänze und Ohren bei Tieren in überfüllten und völlig verschmutzen Ställen, trotz wiederholter Anzeigen seit 1999. Deshalb besetzen VGT-AktivistInnen heute seit 09:00 diese Schweinemast und fordern das Ende der tierquälerischen Zustände in diesem Skandal-Betrieb.

Aktuelles Video aus dem Betrieb:

Während zahlreiche Tierschutz-AktivistInnen aufgrund ihrer Tierschutz-Tätigkeit mit dem Gefängnis bedroht werden, geht die Tierquälerei in österreichischen Ställen scheinbar unbehelligt weiter! Schon seit mehr als 10 Jahren ist bekannt, dass der niederösterreichische Tierarzt (!) und Schweinefabriksbetreiber das Tierschutzgesetz immer wieder bricht. Mehrmals wurden von TierschützerInnen unglaubliche Zustände in den Stallungen aufgedeckt und angezeigt, scheinbar jedoch ohne Konsequenzen.

In der Schweinefabrik des Tierarztes vegetieren über 3000 Schweine qualvoll dahin, nicht einmal offene Wunden, blutige Verletzungen und Verstümmelungen werden behandelt: All das scheint nicht schlimm genug, um den Veterinär – seiner Profession gemäß – Hand anlegen zu lassen. Schlimmer noch: Er lässt hunderte Schweine in ihren Exkrementen liegen und leiden.

„Aufgrund von Stress und Langeweile beißen sich die Schweine Schwänze und Ohren ab“, ist DDr. Martin Balluch, Obmann des VGT, erschüttert. „Die KonsumentInnen von Schweinefleisch müssen sich die Frage stellen, ob sie das Fleisch solcher Tiere essen möchten.“ Der betroffene Betrieb war Lieferant des REWE-Konzerns (Billa, Merkur, Penny Markt), nach Bekanntmachung der Missstände wurde er als Lieferant gesperrt. „Keiner weiß, wo das Fleisch dieser gequälten Kreaturen jetzt landet“, ist DDr. Martin Balluch entsetzt. Fakt ist: Billa hat die Kennzeichnung von Schweinefleisch reduziert, es ist nun immer seltener möglich, den Lieferanten herauszufinden. Erst kürzlich wurden ähnlich erschütternde Zustände in einem REWE-Zulieferbetrieb aufgedeckt!

Wann kommt die SOKO gegen Tierquälerei?
Die Bevölkerung ist entsetzt über diese aufgedeckten Missstände, doch anstatt die tierhaltenden Betriebe zu kontrollieren, Verstöße zu ahnden und Tierquälerei zu bestrafen, geht die Repression gegen TierschützerInnen weiter. „Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden weiterhin aufzeigen, wer die wahren Verbrecher sind“, sagt DDr. Martin Balluch entschlossen.

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