Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (26.01.2010)
Wien, 26.01.2010
50 TierrechtlerInnen konfrontieren jenen Teil der BallbesucherInnen, der sich der Jagd verschrieben hat, mit ihrer Schuld
50 TierrechtlerInnen konfrontieren jenen Teil der BallbesucherInnen, der sich der Jagd verschrieben hat, mit ihrer Schuld
Vor 28 Jahren stand eine Handvoll TierschützerInnen vor dem Eingang zur Hofburg in Wien, um die Gäste des dortigen Jägerballs mit jagdkritischen Plakaten zu empfangen. Damals, 1982, am Anfang des politischen Tierschutzaktivismus, wurden die AktivistInnen noch verlacht. Die sich selbst für so wichtig nehmenden Damen und Herren der oberen Jagdgesellschaft waren damals der Ansicht, dass diesen „paar Hanseln bald kalt werden" und sie nach Hause gehen und nicht mehr wiederkommen würden.
Tja, falsch gedacht. 28 Jahre später sind regelmässig jedes Jahr weit über 50 aufgebrachte TierrechtlerInnen bei der nun schon traditionellen Jägerballdemo vor der Hofburg. Und für die Jagd ist es „5 vor 12", wie auf der Jägertagung im Jahr 2008 intern zugegeben wurde. Besonders getroffen hat die Jägerschaft das Verbot, Jagdhunde in der Ausbildung mit Elektrohalsbändern zu quälen. Und auch die Fasanerien konnten drastisch eingeschränkt werden.
Ja, der Druck auf die Jagd hat sich dermaßen erhöht, dass dieselben oberen Jägerkreise, die früher noch gelacht haben, mittlerweile eine eigene Sonderkommission gegen den Tierschutz installieren, um sich der Kritik auf undemokratische Weise zu entledigen.
Aber da haben sie – hoffentlich – die Rechnung ohne das Volk gemacht. Das steht noch immer fest hinter der Tierschutzbewegung und ihren Anliegen. Und auch die Ansicht, dass die Kritik an der Jagd sehr berechtigt ist, wird von der Bevölkerung geteilt. Die Forderungen des VGT, wie z.B. die Abschaffung der Jagd auf Zuchttiere, das Ende der Fallenjagd, ein Verbot von Treibjagden oder das Verbot, Jagdhunde auf Wildtiere zu hetzen, werden von der großen Mehrheit hierzulande unterstützt und begrüßt.
Die Kundgebung am 25. Jänner vor der Wiener Hofburg verlief, wie immer, friedlich und ohne Zwischenfälle.
Schließen Sie sich unseren kommenden Jägerballdemos an, denn nur selten gibt es eine Möglichkeit Jäger und Jägerinnen mit Protesten zu ihrem Treiben zu konfrontieren!
Wiener
Landesjägerball
Zeit: Freitag, 12.02. 19:30 – 22:30
Ort: Hietzingerstraße 1A, 1130 Wien, vor dem
Parkhotel Schönbrunn
Wr. Neustädter
Jägerball
Zeit: Freitag, 12.02. 19:30 – 22:30
Ort: Wr. Neustadt vor dem Sparkassensaal
Verbreiten Sie die Termine (Flugblätter bei muck@vgt.at)!