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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.04.2010)

Wien, 23. April 2010

Kaninchen-Käfigverbot: Ministerium gesprächsbereit!

Die intensive Kampagne des VGT gegen den verheerenden Verordnungsentwurf zeigt erste Erfolge

Ein weiteres Mal sollte das Bundestierschutzgesetz durch einen Verordnungsentwurf drastisch verschlechtert werden. Die Leidtragenden diesmal: die Kaninchen.

Nach dem großen Erfolg des VGT, die Legebatterien für Hühner abzuschaffen, blieben die Kaninchen als die letzten Nutztiere, deren Haltung in einem Käfig erlaubt ist, über. Um auch diese tierquälerische Haltung abzustellen, startete der VGT eine zielgerichtete Kampagne im Jahr 2007. Diese war von Erfolg gekrönt und bereits im Dezember 2007 beschloss die Regierung einen neuen Paragraphen in das Tierschutzgesetz aufzunehmen. Dieser verbietet die Haltung von Kaninchen für die Fleischgewinnung in Käfigen ab dem Jahr 2012.

Vor einigen Wochen dann die große Ernüchterung: Das für Tierschutz zuständige Gesundheitsministerium stellte einen Verordnungsentwurf vor, der in vielen Fällen die Haltung von Kaninchen für die Fleischgewinnung in Käfigen weiterhin erlauben will. Mehr dazu siehe: http://www.vgt.at/presse/news/2010/news20100409m_1.php

Eine neue Protestwelle begann

Sofort nach Bekanntwerden dieser drohenden Gefahr startete der VGT eine neue Protestwelle. Fast täglich fanden Protestkundgebungen vor dem Gesundheits-Ministerium statt. Mit großen Transparenten, einem Kaninchenkäfig, in dem als Kaninchen verkleidete AktivstInnen eingesperrt ausharrten, und vielen Schildern wurde der Tierschutzminister Alois Stöger auf seine Verantwortung hingewiesen. Tausende Flugblätter sind bei den Rotphasen an AutofahrerInnen verteilt worden. Die Bevölkerung wurde gebeten, sich den Protesten anzuschließen. Ebenfalls gab es drei Protestkundgebungen bei öffentlichen Auftritten des Ministers. Bei einer Veranstaltung in Linz, einer in der Wiener Hofburg und einer Pressekonferenz wurde der Minister Stöger bereits von AktivistInnen im Kaninchenkostüm empfangen. Er nahm auch sehr interessiert das Informations-Flugblatt an.

Vorboten eines Erfolgs?

All diese Proteste zeigten ihre erhoffte Wirkung. Bereits am 15. April äußerte die Wiener SPÖ ihre Bedenken zu diesem Verordnungsentwurf. Am 20. April fand ein Gespräch zwischen dem VGT und dem Ministerium statt. Dabei versprach das Ministerium, die Bedenken der TierschützerInnen Ernst zu nehmen und alle der sehr zahlreich eingelangten kritischen Stimmen zum Verordnungsentwurf zu prüfen. Dann werde man eine neue Linie entwickeln, die dann – rechtzeitig – mit VertreterInnen des Tierschutzes abgesprochen werde. Man sei zuversichtlich, dass man mit dem Tierschutz eine gemeinsame Linie finden werde. Der Verein Gegen Tierfabriken hat zugesagt, bis zu diesem neuen Gesprächstermin die Protestkundgebungen einzustellen.

Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie informieren!