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In
Büro angekettet – Protest gegen die
dubiose Rolle des steirischen Kammerpräsidenten
Wlodkowski und die undemokratischen Blockadepolitik
der ÖVP zu Schweine-Kastenstand
„Wir
fordern, dass eine Tierschutzvertretung
in die Verhandlungen über ein Verbot
der Kastenstandhaltung von Mutterschweinen
einbezogen wird“, pochen die BesetzerInnen
auf ein Mindestmaß an Demokratie. Deshalb
haben sie heute Vormittag ein Büro der
steirischen Landwirtschaftskammer in
der Hamerlinggasse 3 in Graz besetzt
und sich dort angekettet. Eine weitere
Gruppe von AktivistInnen blockiert, in
Stahlrohre gekettet, die Einfahrt in
den Hof. Vor der Tür am Opernring protestieren
zahlreiche TierschützerInnen in Solidarität
mit den BesetzerInnen.
Seit
September 2010 schon ist die Missstandsfeststellung
der Volksanwaltschaft bekannt, nach der
die Kastenstandhaltung tierschutzgesetzwidrig
ist
SPÖ-Tierschutzminister
Stöger hat Anfang März eine Neuregelung
vorgeschlagen,
die die Zeit für die Mutterschweine im
Kastenstand auf 1 ½ Monate pro Jahr reduziert.
Doch ÖVP-Landwirtschaftsminister Berlakovich
blockiert diese Verordnung mit seinem
Veto. Der steirische Landwirtschaftskammerpräsident
Wlodkowski diktiert dabei seinem Minister
aus derselben Partei, wie er sich zu verhalten habe. Den Tierschutz als Interessensvertretung
der betroffenen Schweine hat man von
vornherein aus der Diskussion ausgeschlossen.
Der
steirische VGT-Kampagnenleiter David
Richter ist selbst vor Ort: „Wir haben
monatelang wissenschaftliche Stellungnahmen
und praktische Alternativen zu Kastenständen
vorgebracht und eine seriöse Diskussion
gesucht. Leider blockiert die ÖVP und
allen voran der steirische Landwirtschaftskammerpräsident
Wlodkowski jedes vernünftige Gespräch.
Offenbar mangels Argumente versucht man
die demokratische Diskussion zu umgehen
und per Diktat, gegen den Willen einer
80%-Mehrheit für ein Kastenstandverbot
in Österreich, Fakten zu schaffen. Deshalb
müssen wir leider zu so drastischen Mitteln
greifen, um gehört zu werden.“
Bilder von der Aktion:







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