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Auf dem Podium diskutierten neben dem VGT-Obmann auch Irene Brickner vom Standard,
Johann Schlederer von der Schweineindustrie
und Prof. Christoph Winckler von der
BOKU
Organisiert
von der ÖH und der Ethikplattform lockte
das Thema mehrere Hundert StudentInnen
in den großen Hörsaal an der Universität
für Bodenkultur in Wien. An dieser Uni
gibt es ja viele Studierende, die entweder
selbst Nutztierhaltung betreiben oder
in Zukunft betreiben wollen, weshalb
die Diskussion versprach sehr lebhaft
zu werden. Gerade deshalb ist es auch
besonders bemerkenswert, dass Tierschutz
nicht nur explizit thematisiert wird,
sondern dass sich dafür auch so viele
Menschen interessieren und dabei mehrheitlich
auf Seite der Tiere stehen. Irene Brickner
vom Standard kommentierte, dass Tierschutz
zu einem immer wichtigeren Thema in der
Gesellschaft wird, zu kaum einem anderen
gäbe es so viel Interesse.
Der
Vertreter der Schweineindustrie versuchte
die Diskussion an sich zu reißen, empfahl
dem VGT sich in China zu engagieren,
bezeichnete den VGT-Obmann als demokratiefeindlich
und wiederholte monoton, dass die Nutztierhaltung
in Österreich vorbildlich wäre. Auch
einige Studierende schossen sich bei
ihren Fragen auf den VGT-Obmann ein und
meinten z.B., Hunde vegetarisch zu ernähren
sei schlimmere Tierquälerei als Mutterschweine
in Kastenständen zu halten. Ein Mann
erklärte, dass er es ablehne, wenn seine
Freiheit Käfigeier zu kaufen durch das
Legebatterieverbot eingeschränkt wird.
Zwei Frauen bezweifelten, dass eine professionelle
repräsentative Umfrage, wie sie IFES
für den VGT durchgeführt hatte, ergeben
könne, dass 80% der Menschen gegen Kastenstände
seien.
Doch
mehrheitlich war die Stimmung auf dieser
Veranstaltung eindeutig auf Seiten des
Tierschutzes
Dass
es immer noch die fragwürdigen Methoden
der Intensiv- und
Massentierhaltung gibt, obwohl die
Menschen längst diese Praktiken ablehnen,
wurde
stark kritisiert. Und Österreich ist
dabei leider in vieler Hinsicht Schlusslicht,
so wird in England bereits jedes vierte
Ferkel im Freiland geboren, ein unglaublicher
Erfolg. Thematisiert wurde auch, dass
viele Menschen Nutztieren gegenüber
schizophren handeln, so lieben sie ihre
Hunde, essen
aber Schweine bzw. sperren sie in Kastenstände
und schlachten sie sogar selbst. Das
erklärt sich dadurch, dass praktisch
alle Menschen an Fleischkonsum insbesondere
von Schweinefleisch von Kindheit an
gewöhnt werden, bevor sie diese Praxis
selbst
hinterfragen können. Gewöhnung und
Sozialisation sind sehr starke Faktoren,
die durchaus
in der Lage sind, das rationale Denken
auszuschalten.
Einig
war man sich zuletzt, die Diskussion
zu diesem Thema weiterführen zu wollen
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