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"Heumilch" - Tierquälerei in der Rinderhaltung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.04.2013)

Wien, 09.04.2013

Der euphemistisch als "Kuhtrainer" bezeichnete elektrische Dressurstab über dem Nacken angebundener Rinder, soll diese trainieren Kot und Harn an der gewünschten Stelle - nämlich über dem Gitterboden - abzusetzen.

Wie dem VGT durch einen anonymen Hinweis bekannt wurde, wird unter dem Marketing-Label "Heumilch" tierquälerisch Kuhmilch produziert. In einem mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichneten "Management-Profi" Betrieb sind Milchkühe in Anbindehaltung fixiert, d.h. an einer 70cm langen Kette angebunden, können sich die Tiere gerade mal auf ihrem Standplatz hinlegen. Zusätzlich wird den Tieren ihr Schwanz hochgebunden um potenziellen Euterinfektionen vorzubeugen.

Die Anbindehaltung widerspricht massiv den grundlegendsten Bedürfnissen von Rindern, die selbstverständlich ein Recht auf freie Bewegung haben sollten. Der Schwanz spielt eine wichtige Rolle zur Insektenabwehr und tierlichen Kommunikation. Das Anbinden des Schwanzes ist grundsätzlich verboten. Beim "Kuhtrainer" handelt es sich um einen elektrisch geladenen Metallbügel, der den Kühen einen Stromschlag versetzt, wenn sie beim Koten nicht einen Schritt zurück auf den stählernen Gitterrost treten.

Diese inakzeptable Haltung wird unter dem Label "Heumilch" in einschlägigen Supermärkten und geprüft mit dem AMA-Gütesiegel beworben.

Der Verein gegen Tierfabriken hat Anzeige erstattet und fordert ein absolutes und ausnahmsloses Verbot des "Kuhtrainers", des Schwanzanbindens und der Anbindehaltung. Alle drei Praktiken sind in "Ausnahmefällen" (also aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen) zulässig.

"Heumilch"-Kühe in Anbindehaltung, mit angebundenem Schwanz und unter einem sog. "Kuhtrainer"

Der Betrieb produziert stolz AMA-Gütesiegel-geprüfte "Heumilch"

 

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