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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (22.07.2016)

Natschbach, am 22.07.2016

Kaninchenqual in NÖ: Anrainer überrascht über Tierleid in der Nachbarschaft

VGT fordert Konsequenzen

Gestern Donnerstag gab es eine Versammlung von rund 30 DemonstrantInnen im niederösterreichischen Ort Natschbach bei Neunkirchen. Ziel war ein Bauernhof, bei dem neben Apfelsaft und Schnaps leider auch Kaninchen für Tierversuche gezüchtet werden, und zwar unter fast unbeschreiblichen Zuständen. Kranke Tiere aufgrund schlechter Haltungsbedingungen, ungewollte Tiere werden einfach erschlagen und mit den Füßen zertreten. Die lokale Bevölkerung wusste nichts über diese Kaninchenzucht für Tierversuche, umso größer war das Entsetzen darüber. Einige BewohnerInnen der Gemeinde beteiligten sich am Umzug durch den Ort oder zeigten ihre Dankbarkeit, dass diese Tierquälerei aufgedeckt wurde.

Laut Aussage des Beziehers dieser Kaninchen, der Med Uni Wien, seien die Amtstierärzte für die Kontrolle dieses Tierstalls zuständig. "Stimmt nicht", heißt es von dort - der Stall sei aufgrund der Tierversuchsverordnung nicht mehr im Kontrollbereich nach dem Tierschutzgesetz. Die Med Uni Wien darf laut eigenen Angaben den Stall nicht kontrollieren. Es darf bezweifelt werden, dass irgendein Tierarzt diesen Stall regelmäßig kontrolliert hat. Fest steht jedenfalls: Tierhaltungen wie diese gehören gesetzlich verboten! Der VGT verlangt die sofortige Schließung dieses Stalls. „Wir fordern außerdem eine schriftliche und öffentliche Stellungnahme der Med Uni Wien zur Klärung“, meint Kampagnenleiter David Richter in einer Stellungnahme.