vgt.at Verein gegen Tierfabriken menu
Wien, am 13.02.2017

Max May-Melnhof heute vor Gericht: seine Kinder in Verwendung von Pistolen unterwiesen

Klage gegen VGT, weil Kinder unter Facebook-Postings jagdkritischer TierschützerInnen leiden würden – Mayr-Melnhof veröffentlicht aber selbst Fotos seiner Kinder bei Taubenjagd

Wenn die sachliche Kritik nicht entkräftet werden kann, dann wird damit argumentiert, dass sie die Kinder belaste. So jedenfalls kann man das Gerichtsverfahren sehen, bei dem Gatterjäger Max Mayr-Melnhof in seinem Prozess gegen den VGT am Wiener Handelsgericht heute ausgesagt hat. Als der Beklagtenvertreter ihm aber vorhielt, Fotos seiner minderjährigen Kinder veröffentlicht zu haben, wie sie gerade auf lebende Tauben schießen, schwieg er. Ebenso hatte Mayr-Melnhof verkündet, dass seine Tochter zu seiner Freude bereits mit 10 Jahren den Wunsch geäußert hat, einen Hasen töten zu wollen. Zusätzlich schrieb er, dass er seine beiden minderjährigen Söhne auf ein Sommercamp geschickt habe, wo sie den Umgang mit Pistolen lernten. Auf die Frage, ob das den Tatsachen entspricht und so seine Erziehung aussieht, bestätigte Mayr-Melnhof das und sein Anwalt meinte, die Kinder würden jetzt besonders gut mit Schusswaffen umgehen können.

Mit der Klage versucht Mayr-Melnhof das Gericht zu einem Unterlassungsurteil zu bewegen, dem VGT zu verbieten, gatterjagdkritische Aktionen gegen ihn durchzuführen. Insbesondere will er verboten wissen, dass ihm ein satirischer Preis für den brutalsten Gatterjäger überreicht und dass sein Konterfei als Großpuppe zusammen mit einem Wildschwein hinter Gittern durch die Straße gezogen wird. Der Antrag auf eine Einstweilige Verfügung mit demselben Inhalt ist bereits vom Höchstgericht abgelehnt worden. Nach Befragung von Mayr-Melnhof und VGT-Obmann Martin Balluch schloss der Richter die Verhandlung und das Urteil wird schriftlich ergehen.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Die Gatterjagd ist eine perverse Tierquälerei. Das ist ein Faktum, das auch von SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim, den Grünen und dem Forstdirektor von Wien so benannt wird. Es wird uns beim VGT daher auch erlaubt sein, die Gatterjagd so zu nennen. Wer eine Gatterjagd durchführt, ist daher ein perverser Tierquäler. Aber es ist genau dieser Vorwurf, der Mayr-Melnhof offenbar missfällt, sodass er uns gerichtlich verbieten lassen will, ihn auszusprechen. Wir zählen auf den Rechtsstaat, dass uns diese Kritik weiter möglich ist.“

Das könnte Sie auch interessieren:

Petition: Das ist kein Tierschutz! Stoppt die Ziegen-Qual! 22.02.2017

Petition: Das ist kein Tierschutz! Stoppt die Ziegen-Qual!

Der VGT hat eine Petition gegen die Änderungen im Tierschutzgesetz gestartet. Unter anderem soll durch die Novelle die Enthornung von Ziegen wieder erlaubt werden! Ein grausamer Eingriff, der unter den richtigen Haltungsbedingungen nicht notwendig ist.

Boykott des Films “Bailey – Ein Freund fürs Leben” 20.02.2017

Boykott des Films “Bailey – Ein Freund fürs Leben”

Ein neuer Hundefilm soll die Kinos erobern. Doch während der Dreharbeiten kam es zu einem dokumentierten Fall von Tierquälerei. In den USA wird der Film deswegen von TierschützerInnen boykottiert. Auch in Österreich werden TierfreundInnen den Vorführungen fern bleiben.

Petition: Das ist kein Tierschutz! 06.02.2017

Petition: Das ist kein Tierschutz!

Die Änderung des Tierschutzgesetzes ist eine Katastrophe für die Tiere. So soll beispielsweise das Aussetzen von gezüchteten Fasanen erlaubt sein, obwohl diese nicht in freier Wildbahn überleben können.

Jetzt Petition unterschreiben!

Volontariat Büroadministration 24.01.2017

Volontariat Büroadministration

Wir suchen zur Verstärkung unseres Wiener Teams eine Volontärin/einen Volontär in Teilzeit für den Bereich der Büroorganisation.

Werden Sie jetzt Tierschutzpate oder –patin und unterstützen Sie unsere erfolgreiche Tierschutzarbeit! Den Tieren helfen

Werden Sie jetzt Tierschutzpate oder –patin und unterstützen Sie unsere erfolgreiche Tierschutzarbeit!

Damit wir auch in Zukunft Meilensteine im österreichischen Tierschutz setzen können, brauchen wir die Unterstützung von Menschen wie Ihnen. Werden Sie Tierschutzpate oder -patin und damit Teil einer Bewegung, die Tierschutz in Österreich ein großes Stück weiterbringt.