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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.05.2017)

Wien, am 16.05.2017

Klagsterror durch Mayr-Melnhof geht weiter: erneute tausende Euro Zusatzklage!

Strategie der Dauerklagen mit existenzvernichtendem Ausmaß gegen KritikerInnen: neue angebliche „Hasspostings“ so harmlos, dass Motivation offensichtlich

Dem Richter gegenüber stellte sich Max Mayr-Melnhof als armes Opfer dar. Seine Kinder würden ständig weinen, er habe seine Familie zur Sicherheit ins Ausland bringen lassen. Und bei öffentlichen Auftritten müsse er nun Bodyguards engagieren, weil er um das Leben von seiner Frau fürchte. Deshalb müsse der Richter nun einschreiten und ihm € 100.000 Euro Schadenersatz gewähren. Nein, seit heute sind es einige tausend Euro mehr. Max Mayr-Melnhof hat die Klage schon wieder erweitert. Es seien seinem Anwalt, der offenbar mit großer Akribie jeden Kommentar auf verschiedenen Facebookaccounts liest, wieder 7 „Hasspostings“ aufgefallen, die von unbekannten Personen stammen, aber dem VGT-Obmann zugerechnet werden müssten. Diese sogenannten Hasspostings erweisen sich aber, bei genauerem Hinsehen, als vollkommen lächerlich. Mayr-Melnhof werde, wenn er ein gewisses Schreiben lese, ein blödes Gesicht machen, steht z.B. da. Eine typische Redewendung, die beim besten Willen nicht als Beleidigung gesehen werden kann und trotzdem vom Facebookaccount gelöscht wurde. Aber nicht schnell genug, wenn es um Mayr-Melnhof geht.

Hier die 7 Postings im Wortlaut der neuen Klage, sämtliche bereits gelöscht: Facebook-Link.

Nicht nur, dass mit solchen Dauerklagen Gerichte völlig sinnlos beschäftigt werden. Mayr-Melnhof hat ja bereits wegen allem und nichts geklagt, von Besitzstörung über Unterlassung der Nutzung von Bildern seines Gesichts, obwohl er eine Person des öffentlichen Lebens ist, bis zur Unterlassung von satirischen Preisverleihungen an Gatterjäger wie ihn und ähnliche Kampagnenaktionen. Alle Klagen bisher schlugen fehl. Jetzt hat er für seinen Anwalt ein neues Betätigungsfeld gefunden: das Lesen sämtlicher tausender Facebookkommentare quer durch alle tierschützerischen Accounts. Zwar werden diese gelöscht, aber Anwalt Schaffgotsch hat offenbar den Auftrag, rasch alles zu dokumentieren, was irgendwo auftaucht, und sofort wieder eine Klage einzubringen. Superreichen, wie Mayr-Melnhof, kostet das nur ein Taschengeld, auch wenn sie die Klage verlieren. Für Privatpersonen, die sich im Tierschutz idealistisch engagieren, statt ihre akademischen Karrieren zu verfolgen, ist das existenzgefährdend. Daher ist das nackter Terror von Mayr-Melnhof. KritikerInnen sollen aus Angst seinen Namen nicht mehr erwähnen und keine Kritik mehr üben. Von derartigen Klagen von Mayr-Melnhof waren vor dem VGT auch bereits einige andere betroffen.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Erstaunlich finde ich, dass es sich bei diesen existenzgefährdenden Dauerklagen um einen Terror handelt, der völlig legal zu sein scheint. Wer behauptet, das könne man nicht als Terror bezeichnen, sollte sich in die Lage eines so massiv Beklagten versetzen. Die gesamte Existenz könnte vernichtet werden, etwaige Häuser, die man sich mühsam erarbeitet hat, könnte man verlieren, und bankrott gehen. Dagegen sind beleidigende Postings oder sogar ernste Drohungen ein Kinkerlitzchen. Abgesehen davon werden TierschützerInnen wie ich von TiernutzerInnen und insbesondere von JägerInnen ständig in viel größerem Ausmaß beleidigt und bedroht. Dagegen sind Postings wie die 7 von Mayr-Melnhof jetzt neu Eingeklagten eine absolute Lächerlichkeit. Ich hoffe, die Gerichte werden Mayr-Melnhofs Terrortaktik durchschauen und beenden. Rechtsstaatlich legitim kann so ein Vorgehen jedenfalls nicht sein.“

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