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Wien, am 23.07.2017

Tierschutz am Klopeinersee: sogar der Bezirkshauptman bewachte die VGT-Demo

Das vom VGT organisierte Aktionswochenende anlässlich der skandalösen aufgedeckten Zustande der Schweinehaltung bei Mochoritsch in Kärnten erhitzte viele Gemüter vor Ort.

Unter den strengen Augen der Exekutive und von zahlreichen Securitys versammelten sich am Nachmittag des 22. Juli 30 VGT-TierschützerInnen vor dem Mochoritsch-Eck am Klopeiner See. Das Interesse der PassantInnen war riesig, das Thema polarisierte sehr. Auch die Versammlung zu Mittag vor dem Mochoritsch Stammhaus sorgte für Aufsehen. Am Sonntag gab es von 11:30 – 13:00 eine Versammlung beim dritten Gastronomie-Betrieb, der Raststation Griffen.

Die Emotionen sind vielfältig rund um den Klopeiner See. Das bekamen die VGT-AktivistInnen am Samstag während der zweiten Versammlung, beim Mochoritsch-Eck am Klopeinersee, besonders stark zu spüren. Dankbarkeit, Bewunderung und Solidarität auf der einen Seite. Sogar Hinweise auf weitere Tierquälereien mitsamt Skizzen von Betrieben wurden den AktivistInnen zugesteckt. Und viele Meinungen zu der Betreiberfamilie wurden uns mitgeteilt. Auf der anderen Seite die Menschen, die sich von der aufgezeigten Tierquälerei nicht so erschüttern ließen: Der Salat auf den Mochoritsch-Feldern wird nicht gespritzt, ich glaube nicht, dass die Videos echt sind meinte beispielsweise ein langjähriger Mochoritsch-Gast. Viele Stammgäste, Mitarbeiter, Freunde und Bekannte durften gestern Abend kostenlos speisen und trinken. Damit wollte man für ein voll besetztes Lokal zu sorgen. Auch eine Musikgruppe grölte mit Beginn der Versammlung ohrenbetäubend, um zu verhindern, dass mit dem Tierschutz-Lautsprecher Durchsagen gemacht werden können.

Überwacht wurde das alles von den Spitzen der Polizei und der Bezirkshauptmannschaft, sogar der Bezirkshauptmann von Völkermarkt, Herr Dr. Klösch, saß während der gesamten VGT-Versammlung mit Kollgegen im Gastgarten gegenüber. Einige Beamte in Zivil waren rundherum. Das zeigt, welch großen Einfluss die Mochoritsch-Betreiber in der Region haben.

Den Abschluss der Gedenktage bildete die Versammlung in Griffen, dem dritten Gastro-Betrieb.

David Richter vom VGT: Das aufgedeckte Tierleid ließ niemanden unberührt, das Interesse in der Bevölkerung ist riesig. Wir sind gespannt, wie es bei der Fa. Mochoritsch weitergehen wird. Kommt das Fleisch in Zukunft stattdessen aus ausländischer Massentierhaltung, oder wird Geld in artgemäße Tierhaltung investiert? Der VGT wird mit großem Interesse die Entwicklung verfolgen. So wie wir generell auf Tierquälerei aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen werden.

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