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Wien, am 12.07.2018

SPAR beendet Tierschutz-Vereinbarung

Der VGT erhielt von der bekannten Supermarktkette ein Schreiben, dass Tierhaltungsinformationen bei der Fleischvitrine in ihren Filialen künftig nicht mehr geduldet werden würden.

Die Schweinehaltung in Österreich ist eine Qual für die Tiere. Das ist seit Jahren auch den Verantwortlichen des Lebensmitteleinzelhandels bewusst. Deshalb gab die SPAR Österreichische Warenhandels-AG ursprünglich Tierschutz-Aktivist_innen die Möglichkeit zur Kund_inneninformation – diese wurde aber jetzt überraschend wieder zurückgezogen. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen.

Sie standen mitten im Supermarkt – nahe der Fleischvitrine: Tierschutz-Aktivist_innen mit Bildern aus österreichischen Stallungen in der Hand. Ruhig, friedlich, freundlich. Die Kund_innen staunten nicht schlecht weil solche Bewusstsein bildenden Aktionen selten sind. Spannende Gespräche und vorwiegend positive Resonanz waren die Folge. Beim Fleischregal wird die Entscheidung getroffen! sagt David Richter vom VGT. Deshalb ist es auch wichtig, den Kund_innen hier die Möglichkeit zur Information zu geben. Das wurde in SPAR-Filialen in Wien, Salzburg, Linz, Klagenfurt, Graz und Wr. Neustadt umgesetzt. Doch jetzt das überraschende Aus für diese Aktion.

Schmerzhafte Kastration nach wie vor üblich

Begründet wird das Ende der Zusage zur Information mit dem erst seit 1. Juli gültigem Verbot der schmerzhaften Kastration bei Bio(!)-Ferkeln. D. h.: geschätzte 95 % aller männlichen Ferkel werden nach wie vor in Österreich ohne Betäubung mit einem Messer aufgeschlitzt und die Hoden herausgeschnitten. Neben diesem tierquälerischem Aspekt sind die Probleme der Intensivhaltung inklusive der psychischen Qualen durch Langeweile überhaupt nicht thematisiert. David Richter vom VGT dazu: Wir sind enttäuscht und haben Gerhard Drexel, den Vorstandsvorsitzenden von SPAR Österreich, direkt kontaktiert.

Billig-Fleisch-Werbung beenden!

Supermärkte und Diskonter tragen große Verantwortung für das Tierleid in Österreichs Stallungen. Durch ständige Preis-Aktionen wird dafür gesorgt, dass immer mehr Tiere unter grausamen Bedingungen dahinvegetieren müssen. Information für die Kund_innen gibt es keine. Und so beißen wir ohne es zu wissen in ein Schnitzel von einem Tier, das von der Geburt bis zur Schlachtung gelitten hat.

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