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Vorarlberg, am 06.08.2018

VGT dokumentiert Kälber-Tiertransport

Trotz größter Hitze finden keine Kontrollen statt. Zusätzlich behindert die Polizei auch noch eine Tierschutz-Recherche, die die vorgefundenen Zustände dokumentieren sollte.

Trotz hoher Temperaturen wurden heute Kälber in Vorarlberg auf einen LKW verladen, um über Tirol und Bozen in Kälbermasten in Italien oder Spanien transportiert zu werden. Die Tierschützer_innen mussten ihr Vorhaben, den Transport zu dokumentieren, abbrechen, nachdem sie von der Polizei gestoppt und unnötig lange aufgehalten wurden.

Nachdem Landesrat Gantner kürzlich Kontrollen der Kälbertransporte angekündigt hatte, wollten VGT-Tierschützer_innen heute wissen, ob diese auch stattfinden. Bei der Sammelstelle in Schwarzach wurden Kälber verladen, das VGT-Team konnte diese Verladung beobachten und dokumentieren. Danach fuhr der LKW zu einer nicht genehmigten Verladestelle, brach aber dort nach Erkennen der Tierschützer_innen sein Vorhaben ab, weitere Kälber von einem Transporter aufzuladen, und fuhr zu einer offiziellen Sammelstelle.

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Die Fahrt wurde vom VGT-Team mittels Videos und Fotos dokumentiert. Die Kälber schrien, einige leckten verzweifelt an den Gitterstäben. Beim ersten Stopp in Straß im Zillertal wurden dann 36 Grad Außentemperatur gemessen und dokumentiert. D.h., dass es im Fahrzeuginneren noch höhere Temperaturen gehabt haben muss. Tobias Giesinger vom VGT: Ich habe während der Fahrt mehrmals die Polizei gerufen, damit der Transporter kontrolliert wird. Eine Polizeistreife hat das dann nach Stunden auch getan, wir durften aber nicht dabei sein. Ein Langstreckentransport ist bei diesen Temperaturen illegal, ob dieser Transport als solcher deklariert wurde, wissen wir nicht!

Alles in Ordnung, weil Wasser (!) vorhanden

Das Absurde: laut Polizei hatte der Transporter vorschriftsmäßig Wasser dabei – nur können die Kälber kein Wasser trinken, sind sie ja noch Babys, Wasser-Tränken deshalb völlig sinnlos, Milchtränken sind nicht vorhanden und wären auch nicht möglich.

Polizei stoppt Tierschutz

Tobias Giesinger: Wir wollten die Kälber von Vorarlberg bis zumindest Bozen in Südtirol begleiten. Leider wurden wir dann von der Polizei aufgehalten und wegen angeblichen Überfahrens einer Sperrlinie 30 Minuten lang dokumentiert. Wir wurden sogar während der Kontrolle von einem Polizisten durchgehend gefilmt. Offensichtlich sollten wir daran gehindert werden, dem Tiertransporter weiter nachzufahren.

Qualvolle Transporte beenden!

Vor Monaten hat der VGT die gängige Praxis aufgezeigt, für die Vorarlberger Milchindustrie unbrauchbare Kälber in Massentierhaltungen in Italien, Spanien und Polen zu schicken. Seither hat sich offensichtlich nichts geändert, die armen kleinen Tiere müssen sogar bei der größten Hitze ohne Nahrung stundenlang am Transporter ausharren. Tobias Giesinger dazu: Wir erwarten uns von der Politik endlich mehr als große Worte, nämlich eine Lösung, um dieses Tierleid endlich zu beenden!

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