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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.12.1997)

Dauerproteste beim Nationalzirkus Knie

in Wien vom 5. 12. 97 bis 6. 1. 1998
Gemeinsame Presseinformation Verein gegen Tierfabriken und RespekTiere

Am Freitag den 5. Dezember 1997 findet am Messegelände des Wiener Praters ab 18.30 Uhr eine Gemeinschaftsaktion der beiden Tierschutzorganisationen "Verein gegen Tierfabriken" und "RespekTiere" statt. Anlaß ist die Premierenveranstaltung des Österreichischen Nationalzirkus um 19.30 Uhr.

Nachdem die schlimmen Zustände im österr. Nationalzirkus Louis Knie bereits in ganz Österreich von verschiedenen Tierschutzorganisationen angeprangert wurden, lernten erst vor wenigen Tagen wieder einmal friedlich demonstrierende Tierschützer die Brutalität der Zirkuscrew – nicht nur gegen Tiere, sondern auch gegen Menschen - kennen: In Amstetten bzw. Purkersdorf (NÖ) versuchte man, uns mit Traktoren und riesigen Wohnwägen vom Eingangsbereich abzudrängen, eine ohrenbetäubende Musikkapelle sollte unser Megaphon übertönen und in zwei Fällen wurde sogar ein Aktivist durch Faustschläge des aggressiven Zirkusclowns fast zu Boden gestoßen!

Daß dem Österreichischen Nationalzirkus das Wohlbefinden seiner Tiere tatsächlich kein wesentliches Anliegen ist, hat dieser im vergangenen Monat während seiner Tour durch Niederösterreich oft genug bewiesen. In kaum einer Ortschaft hatte der Zirkus Außenkäfige für die Tiere - insbesondere

Großkatzen und Bären - errichtet, die somit den ganzen Tag engen, kahlen Käfigwägen ausharren mußten. Außerdem verstoßen die Haltungsbedingungen gegen die im Auftrag der Wiener Umweltanwaltschaft seitens namhafter Zoologen und Veterinärmediziner ausgearbeiteten Richtlinien für die Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen.

"Wildtiere eignen sich nicht für die Haltung in Zirkusunternehmen. In winzigen Transportkäfigen werden Zirkustiere von einem Ort zum anderen gekarrt, was einem lebenslangen Tiertransport gleichkommt" kritisiert Dr. Franz-Joseph Plank vom "Verein gegen Tierfabriken" die Tierhaltung im Zirkus generell. "Zudem wird ein völlig verkehrtes Bild der Mensch-Tier-Beziehung gezeigt:

Wie sollen Kinder lernen, Achtung vor den Tieren zu haben, wenn die Tiere in der Manege in naturwidriger Weise wie Sklaven vorgeführt oder zum Clown gemacht werden, oder wenn sie in dunkle Gefängnisse gesteckt oder wie Schwerverbrecher in Ketten gelegt werden?"

Der "Verein gegen Tierfabriken" und "RespekTiere" fordern den Wiener Landtag auf, umgehend die seit nun mehr als 1 Jahr vorliegenden Richtlinien zur Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen rechtsverbindlich vorzuschreiben und langfristig gemäß den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft die Wildtierhaltung in Zirkusunternehmen generell zu untersagen. In diesem Sinne haben die GRÜNEN am vergangenen Freitag, den 28.Dezember 1997, im Wiener Landtag einen Initiativantrag eingebracht, der dem Umweltausschuß zugewiesen wurde. Die politisch Verantwortlichen sind nun gefordert.

"Gutachten internationaler Experten, darunter eines der Universität in Glasgow, bestätigen, daß Wildtiere in Zirkussen nicht artgerecht gehalten werden können. Es geht nicht an, daß Ergebnisse der Wissenschaft weiterhin ignoriert werden und somit Tiere weiterhin leiden müssen" fordert Niki Entrup von "RespekTiere" den Wiener Landtag zu Taten im Sinne des Wohlbefindens der Tiere auf.

Die friedlichen Demos werden, abwechselnd von den obengenannten Tierschutzorganisationen, auch bei den weiteren Vorstellungen – v.a. an den Wochenenden – ab dem 6. 12. 97 bis zum 6. 1. 98 in Wien fortgesetzt.

ZIRKUS JA – ABER OHNE TIERE !

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