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Hintergrundwissen Legehennen

Zahlen und Fakten

Vom Küken zur Eierlegerin und schließlich zum Suppenhuhn. Legehühner müssen erst ein bestimmtes Alter und eine bestimmte Größe erreichen bis sie Eier legen. Das sind etwa vier Monate. Danach kommen sie in die jeweilige Haltungsform, wo sie etwa 12-14 Monate - je nach Legeleistung sowie Nachfrage nach Eiern - leben. Lässt die Leistung nach bzw. werden die Eier nicht mehr benötigt, werden alle Tiere eingefangen und geschlachtet.

Die männlichen Küken der Legerassen ereilt ein noch schlimmeres Schicksal. Da diese weder Eier legen können, noch zuchtbedingt für die Mast geeignet sind, werden sie sofort nach dem Schlüpfen entsorgt: vergast, lebendig zerschnitten oder ganz einfach in Abfallbehältern entsorgt, in denen sie qualvoll ersticken. Im Jahr 2007 wurden allein in Österreich 6,3 Millionen männliche Küken auf diese Art und Weise getötet! Diese Praxis wird unabhängig von der Haltungsform angewandt. Erst langsam bilden sich im Bio-Bereich einzelne Alternativen, bei denen auch die männlichen Küken einige Wochen am Leben gehalten werden.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Kennzeichnungspflicht

Seit 1.1.2004 ist die genaue Kennzeichnung von Schaleneiern EU-weit vorgeschrieben. D.h. die KonsumentInnen können anhand der auf die Eier gedruckten Kürzel genau feststellen, aus welcher Haltungsform das jeweilige Ei stammt. Im Bereich der verarbeiteten Eier (z.B. in Kuchen, Nudeln etc.) sind die Hersteller leider zu keinerlei Kennzeichnung verpflichtet.

Käfighaltung = 3

Seit dem 1.1.2009 ist die Haltung von Hühnern in konventionellen Käfigen nicht mehr erlaubt. Bis zum 1.1.2020 bleiben „ausgestaltete“ Käfige erlaubt. Diese enthalten eine "Sitzstange" und einen "Nestbereich", dieser besteht aus einer Kunststoffgittermatte, die mit einem Plastikstreifen-Vorhang umhängt ist. Die Sitzstange ist meist Teil der statischen Käfigkonstruktion und somit keine Bereicherung des Käfiginneren.

In der europäischen Union ist der konventionelle Käfig ab 2012 verboten. Von da an sind nur noch "ausgestaltete" Käfige erlaubt, wobei kein Verbot in Sicht ist. Weiterhin bleibt die Einfuhr von Eiern bzw. Eiprodukten nach Österreich uneingeschränkt erlaubt.

Bodenhaltung = 2

Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflächen bei der Bodenhaltung betragen 1 qm für max. 7-9 Tiere. Die Besatzdichte richtet sich nach der Einrichtung der Halle und dem Vorhandensein von Außenscharrräumen. Sitzstangen müssen vorhanden sein. Mindestens ein Drittel der Stallfläche muss eingestreut sein. Bis zu 6.000 Hühner dürfen in einer Halle gehalten werden. Diese unnatürliche Dichte erfordert gezielte Maßnahmen, um Verhaltensstörungen wie Kannibalismus oder Federpicken zu verhindern.

Freilandhaltung = 1

Bei der Freilandhaltung muss den Hennen tagsüber ein Auslauf von 8 qm pro Tier zur Verfügung stehen. Bei der konventionellen Freilandhaltung entsprechen die Mindestflächen in der Halle denen der Bodenhaltung. Weiters müssen Sitzstangen für die Tiere vorhanden und mindestens ein Drittel der Stallfläche eingestreut sein. Die Freilandhaltung ist im Vergleich zur Bodenhaltung die tierfreundlichste Tierhaltungsform.

Biologische Freilandhaltung = 0

Bei der Biologischen Freilandhaltung sind 10 qm Auslauf pro Henne vorgeschrieben. Im Stall dürfen pro Quadratmeter max. 6-7 Tiere leben. Zusätzlich muss ein Drittel der Stallfläche eingestreut sein. Legenester und Sitzstangen müssen den Tieren zur Verfügung stehen. Die maximale Besatzdichte pro Stall beträgt 3.000 Hennen, deutlich weniger als bei der Bodenhaltung. Weitere Vorteile sind u.a. das Verbot des prophylaktischen Medikamenteneinsatzes und das biologisch erzeugte Futter für die Tiere. Die biologische Freilandhaltung ist - neben der "Tierschutz geprüften" Freilandhaltung - derzeit die tierfreundlichste Haltungsform für Legehennen.

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