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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (15.01.1998)

Proteste gegen Jagd

Kundgebungen bei Jagdmesse und Jägerbällen

In letzter Zeit wurde die Kritik an der Jagd in der Öffentlichkeitimmer lauter. Berichten zufolge sollen Ende letzten Jahres im Raum Wien etwa 40Jagdstände von Jagdgegnern umgesägt worden sein. Dazu kam es auch wiederholt zusogenannten Jagdsabotagen, bei denen sich besorgte Bürger gewaltfrei zwischen Jäger undgejagte Tiere stellten, um die Tiere zu schützen und das Töten zu verhindern. Im Bürodes VGT sind auch viele Proteste von verzweifelten Menschen eingelangt, die zufällig eineTreibjagd miterleben mußten, wie z. B. am Zentralfriedhof in Wien mitten in der Nacht.Die verständigte Polizei bestätigte, daß es sich dabei um eine angemeldete Treibjagdauf Hasen im Friedhofsgelände gehandelt hatte! Die entsetzte Augenzeugin berichtete vonSzenen "wie im Krieg", mit grellem Licht und unaufhörlichen Gewehrsalven.

Jagd ist Tierquälerei. Das Töten bei der Jagd ist mehrheitlich nicht human undschmerzlos. Im Gegenteil, oft müssen angeschossene Tiere stunden- oder sogar tagelangleiden bevor sie sterben. Das Töten von angeschossenen Tieren mit der Saufeder, einer ArtSpeer, ist sogar auch noch weidgerecht und legal. Treibjagden versetzen alle Tiere in derGegend in Angst und Schrecken. Die angeschossenen Tiere dürfen nicht vor Ende derTreibjagd – oft Stunden später – getötet werden. Schrotgarben haben eineBreitenstreuung von 150 m und sind damit völlig unkontrollierbar. Fallen, die daraufausgerichtet sind ihre Opfer zu zerquetschen (wie Abzugseisen oder Prügelfallen), töten– wenn überhaupt – sicher nicht human. Scharfe Jagdhunde hetzen, verletzen undreißen in weidgerechter Form alles, von Hauskatzen über Marder und Füchse bis zuRotwild. Bei der Baujagd werden Füchse und Dachse, aber auch Kaninchen bei der Jagd mitFrettchen, furchtbar verletzt und gequält, wie natürlich auch die Bauhunde, die zumKampf mit Fuchs oder Dachs gezwungen werden.

Jagd ist nur deshalb keine strafrechtlich verfolgbare Tierquälerei, weil die Jagd inden Landestierschutzgesetzen explizit aus den Tierquälereiparagraphen ausgenommen ist.Sollte das damit zusammenhängen, daß die Mächtigen im Land mehrheitlich selber Jägersind? Ohne diese Ausnahme jedenfalls wären alle Jäger sofort der Tierquälerei schuldigund gerichtlich strafbar.

Jagd ist nicht notwendig. Ökologen und Wildbiologen sind sich einig, daß die Jagdnicht notwendig ist. Im Gegenteil, sowohl die Jagd als auch die Hege haben eine äußerstnegative Wirkung auf Wildtiergemeinschaften. Der Wald leidet unter der durch die Hegeerzeugte überhöhte Wilddichte.

Daher werden Aktivisten des VGT in diesem Frühjahr bei der Jagdmesse auf dem WienerMessegelände vom 22. bis 25.1. ab 13 Uhr vor dem Eingang mitTransparenten und Flugblättern präsent sein, um die Öffentlichkeit zu informieren.Ebenso werden wir am 16.1. um 19 Uhr vor dem Parkhotel Schönbrunn denWiener Landesjägerball, und am 26.1. um 20 Uhr vor der Hofburg denGrünen Kreuz Jägerball, zum Anlaß nehmen, die Jagd als unnötige Tierquälerei zuentlarven. Eine zivilisierte Gesellschaft ist humanitär umso höher entwickelt, je mehrsie ihre Schwächsten – die Tiere – schützt. Menschen, die eine jagdlicheTötungslust verspüren, sollten eher psychologische Hilfe erhalten, als einen Freibriefzur Tierquälerei.

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