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Stellungnahme des VGT zu Entschließungsanträgen zu exotischen Tieren

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.05.2012)

Wien, 10.05.2012

Bereits im Herbst 2011 wurden drei Entschließungsanträge zu exotischen Tieren von allen parlamentarischen Parteien abgesegnet

Bereits im Herbst 2011 wurden drei Entschließungsanträge zu exotischen Tieren von allen parlamentarischen Parteien abgesegnet

Mit der Umsetzung dieser Entschließungsanträge könnten massive Verbesserungen bei der Privathaltung von Wildtieren erreicht werden.

Die Anträge beinhalten folgende Forderungen:

    • Riesen- und Giftschlangen sollen künftig nur noch in Zoos und wissenschaftlichen Einrichtungen gehalten werden dürfen
    • Ein umgehendes Verkaufsverbot von exotischen Tieren bei Messen und anderen Verkaufsveranstaltungen
    • Voraussetzung zur Haltung eines exotisch Tieres soll ein österreichweit anerkannter Sachkundenachweis sein

Der Verein Gegen Tierfabriken dokumentiert seit vielen Jahren die schlimmen Missstände vor allem bei Reptilien- und Amphibienbörsen und bringt Gesetzesübertretungen zur Anzeige. Das Artenspekturm, das auf diversen Börsen angeboten wird, nimmt enorm zu. Teilweise gibt es zu den angebotenen Tiere kaum Forschungsberichte über deren natürliche Verhaltensweise und Bedürfnisse. Der geforderte Sachkundenachweis würde eine gewisse Sicherheit bringen, dass Menschen, die mit Wildtieren zusammenleben möchten, auch bereit sein müssen, sich mit deren Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten auseinanderzusetzen. Auch würde dieser Sachkundenachweis Spontankäufe, zu denen vor allem die Dumpingpreise bei Börsen verleiten, einschränken.

Harald Balluch, VGT Geschäftsführer: "Der VGT ist überzeugt, dass die Privathaltung exotischer Wildtiere generell nicht mehr zeitgemäß ist. Die Entwicklung muss daher aus Sicht des Tierschutzes zu einer sukzessiven Einschränkung der Haltungsmöglichkeiten und zunehmenden Verbesserung der Haltungsbedingungen dieser oft äußerst anspruchsvollen Tiere gehen. Ein Sachkundenachweis und die Einschränkung, dass gewisse Tierarten nicht mehr gehalten werden dürfen, entsprechen einem Schritt in diese erstrebenswerte Zielrichtung."

Der Verein Gegen Tierfabriken hat mit seiner Stellungnahme die Wichtigkeit der Entschließungsanträge unterstrichen und diese nun an das Gesundheitsministerium gesandt.

Minister Stöger ist nun aufgefordert, die Forderungen der Anträge in ein Gesetz zu gießen umso dem sinnlosen Leiden und Sterben tausender Wildtiere ein Ende zu bereiten.

Stellungnahme des VGT:
http://www.vgt.at/projekte/reptilien/Stellungnahme des VGT


Entschließungsanträge:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/A/A_01215/imfname_190905.pdf
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/A/A_01274/imfname_195623.pdf
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/A/A_01216/imfname_190909.pdf

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