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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (08.06.2012)

Wien, am 08.06.2012

Tierpark Recherche – katastrophale Zustände aufgedeckt

Tierparks halten Tiere unter dem Deckmantel des Artenschutzes und auch zum Vergnügen und zur Unterhaltung der Menschen. Mit Tierbabies werden Besucher_innen angelockt – das Unternehmen floriert! Doch für die Tiere bedeutet dies ein Leben in Gefangenschaft. Eintönigkeit und Tristheit führen oft zu Verhaltensstörungen und Stereotypien.

Tierpark in Niederösterreich

Verletzte Gans

Gleich zu Beginn kommt eine große Schar an Gänse, Enten und Truthühner an das Gitter gerannt. Sie werden von den Besucher_innen gefüttert und drängen sich deshalb am Zaun. Bei genauerem Hinsehen fiel sofort auf, eine Gans war schwer verletzt! Am Hals war ein großes schwarzes Loch zu sehen, eine Wunde die vermutlich schon längere Zeit nicht behandelt wurde. Noch dazu war das linke Auge der Gans stark geschwollen und der Augapfel wurde regelrecht heraus gedrückt.

Angebundene Ponys zur freien Entnahme

Eine Attraktion, mit der auch auf der Homepage des Tierparks geworben wird, ist das Ponyreiten für Kinder. Mit Sattel und Zaumzeug stehen die Ponys an einer Holzstange angebunden, den ganzen Tag ohne Futter und Wasser. Durch das Anbinden an der Trense besteht ein sehr hohes Verletzungsrisiko für die Tiere! Die einzige Abwechslung ist der Ausritt durch den Tierpark, mit einem Kind auf dem Rücken. Die Ponys werden nicht von geschultem Personal, sondern von den Begleitpersonen der Kinder geführt. In den meisten Fällen können die Personen mit den Tieren nicht korrekt umgehen, was sich am Ziehen und Zerren an der Trense und durch das beliebige Einsetzen einer Gerte deutlich zeigt.

Rostige Gitter im Schweinegehege

Schweine wühlen mit ihrem Rüssel normalerweise in der Erde um Futter, wie Insekten oder Wurzeln zu suchen. Sie graben auch an heißen Tagen eine Mulde aus um sich in der tieferen Bodenschicht abzukühlen. Doch im Tierpark ist das Graben anscheinend unerwünscht und so wurde der Boden des Schweinegeheges mit einem Gitter ausgelegt, doch die spitzen Enden, des teilweise schon rostig gewordenen Gitters, ragen aus dem Boden heraus und sind dadurch eine hohe Verletzungsgefahr, gerade für die herumtollenden kleinen Ferkel, die ganz leicht darin hängen bleiben können.

Verdreckte Kaninchenkäfige

Auch bei den Kaninchenkäfigen wurden einige Mängel festgestellt. So waren zum Beispiel die Wasserschüsseln nicht alle mit frischem Wasser aufgefüllt, Stroh und Heu wurde anscheinend mehrere Male einfach über die verschmutzte Einstreu darüber gestreut und im ganzen Käfig befand sich Kot und Urin. Die Kaninchen saßen im wahrsten Sinne des Wortes in ihrem eigen Dreck!

 

 

Wildpark in Oberösterreich

Kaputte Zäune und zu kleine Gehege

So wie es den Anschein macht, wird in diesem Tierpark nicht sehr viel in den Ausbau von Zäunen und Unterständen investiert. In vielen Fällen konnte man kaputte Zäune sehen, die behelfsmäßig mit Draht und Gittern zusammengebastelt wurden. Es gab teilweise größere Löcher, in denen die Tiere bei Ausbruchsversuchen hängen bleiben können und so sind Verletzungen vorprogrammiert. Das Braunbär-, Serval- und Pumagehege war teilweise um bis zu zwei Drittel kleiner, als gesetzlich vorgeschrieben. Im Gehege der Bennetkängurus wurde keine Sandfläche angeboten und Wildschweine hatten als einzigen Unterstand ein kaputtes Haus ohne Dach.

Gitterboden im Wolfsgehege

Am drastischsten war das Gehege der Wölfe anzusehen. Fünf Wölfe tummelten sich auf einer Fläche von etwa 30x40 Metern! Zu allem Überfluss konnten die Wölfe nur dann an die Wasserstelle gelangen, wenn sie auf einem Gitter standen, das vermutlich angebracht wurde um das Graben zu verhindern.

Bei beiden Tierparks wurde Anzeige erstattet.

 

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