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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.08.2012)

Wien, am 09.08.2012

Das Leid der Exoten in Österreich

Die Exotenhaltung bei Privatleuten boomt leider immer mehr in Österreich, Exotenbörsen fördern dies. Der Verein Gegen Tierfabriken VGT zeigt die zahlreichen Probleme auf: www.vgt.at/projekte/exoten

Privathaltung

Ca. 30.000 Wildtiere sind in Privathaltung gemeldet, davon fast 12.000 Reptilien, 11.500 Vögel, 3.800 Säugetiere und 1.400 Amphibien. Dies sind aber nur die amtlich gemeldeten Zahlen. Viele HalterInnen wissen jedoch über die Meldepflicht nicht bescheid, wodurch die Dunkelziffer sicherlich um vieles höher liegt.

Wildtiere und Exoten sind Tiere, die sehr spezielle Ansprüche haben. Licht, Luft, Temperatur, Nahrung, Bodengestaltung sind sehr wichtige Aspekte. Der VGT sieht die Privathaltung solcher Tiere mit speziellen Ansprüchen sehr kritisch, da Fehler oder mangelndes Wissen in der Haltung schnell auch zum Tod der Tiere führen können oder die Lebewesen vegetieren still vor sich hin.

Börsen

Exotenbörsen, wo Reptilien, Amphibien, Spinnentiere, Insekten und auch Säugetiere angeboten und verkauft werden, tragen einen großen Teil dazu bei, dass Menschen unüberlegt, ohne spezielles Wissen Exoten kaufen. Direkt bei den Börsen gibt es zahlreiche tierschutzrelevante Problembereiche.

Entschließungsanträge

Die parlamentarischen Parteien sehen in diesem Bereich auch Handlungsbedarf und so wurden drei Entschließungsanträge- Verkaufsverbot auf Börsen, Sachkundenachweis und Verbot der Haltung von Gift- und Riesenschlangen - einstimmig beschlossen.

Nun ist das Bundesministerium für Gesundheit gefragt, einen entsprechenen Verordnungsentwurf zu erarbeiten.

Mailen Sie dem Bundesminister für Gesundheit mit der Bitte um eine Umsetzung dieser Anträge, damit es zu einer Verbesserung kommen kann (alois.stoeger@bmg.gv.at)!

Mehr zum Thema Exoten auf: www.vgt.at/projekte/exoten