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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (03.05.2017)

Salzburg, am 03.05.2017

Mayr-Melnhof klagt VGT-Obmann auf € 100.000 wegen Beleidigung!

Verhandlung morgen Donnerstag 4. Mai im Landesgericht Salzburg – Max Mayr-Melnhof und VGT-Obmann Martin Balluch werden persönlich einvernommen

Wann: Donnerstag 4. Mai 2017, 13 Uhr

Wo: Landesgericht Salzburg, Weiserstraße 22, Verhandlungssaal E3

Was: Privatanklage von Mayr-Melnhof gegen den VGT-Obmann wegen Beleidigung und Übler Nachrede auf € 100.000 Schadenersatz!

Er sehe sich als Opfer einer ungeheuerlichen Hetzkampagne gegen sich und seine Familie, so Gatterjäger Mayr-Melnhof. Das Ausmaß der persönlichen Verletzung sei so hoch, dass es nur mit € 100.000 abgegolten werden könne. Dabei bezieht sich der Kläger in erster Linie auf Kommentare auf verschiedenen Facebookseiten, die zwar nicht vom VGT-Obmann stammen, aber durch seine Kampagnentätigkeit quasi absichtlich hervorgerufen worden sein sollen. Als Beleg für den düsteren Charakter des Beklagten und dessen hinterhältige Pläne, legte Mayr-Melnhof vor allem Auszüge aus dem Buch „Widerstand in der Demokratie“ des VGT-Obmanns vor, aber auch interne Emails, die nur von einem eingeschleusten Spitzel stammen können. Darüber hinaus versteigt sich Mayr-Melnhof zu der Behauptung, der VGT wäre lediglich deshalb gegen die Gatterjagd, weil er an einer Kontrollstelle beteiligt sei, die Fleischgatter gegen Geld kontrollieren würde, also aus Profitsucht. Abgesehen davon, so Mayr-Melnhof, könne man am Vorgehen im Lainzer Tiergarten in Wien erkennen, dass der VGT gern Tierquälerei begehe, weil man dort fordere, die Damhirschpopulation im Schaugatter solle durch Verhütung statt durch Bejagung geregelt werden. Und in den Augen von Gatterjäger Mayr-Melnhof ziehen Damhirsche offenbar die Bejagung im Gatter einer Verhütung von Nachwuchs vor.

VGT-Obmann Martin Balluch ist erstaunt: „Liest man die hunderten Seiten von Klagsschriften, die Anwalt Maximilian Schaffgotsch im Namen seines Mandanten Max Mayr-Melnhof bereits vorgelegt hat, bleibt man fassungslos zurück. Da reiht sich ein Unsinn an den anderen und da werden so abstruse Vorwürfe erhoben, dass man nicht glauben will, dass das jemand Ernst meint. Im Gegensatz zu Herrn Mayr-Melnhof, der mich einen faschistoiden Populisten genannt hat, der lügt sobald er den Mund aufmacht, habe ich ihn noch nie beleidigt. Und trotzdem möchte er € 100.000 von mir, weil er sich beleidigt fühlt. Der Mann hat jeden Sinn für die Realität verloren. Abgesehen davon muss ihm das Prinzip der Demokratie fremd sein, weil Kampagnen gegen Jagdgatter und das Aussetzen von Zuchtenten zum Abschuss sollten doch völlig normal sein. Offenbar ist er es nicht gewohnt, dass ihm wer widerspricht und ihn kritisiert. Ich hoffe auf den Rechtsstaat, der mich vor der Klagswut dieses Menschen ein weiteres Mal bewahren muss.“