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Wien, am 28.03.2018

Aktion zu Ostereier-Opfern: „Eintageskücken“

Heute fand in Wien eine VGT-Aktion zum Schreddern von frisch geborenen Legekücken statt: Alle 3,5 Sekunden wird in Österreich ein „Eintageskücken“ getötet.

Nach dem Motto Geboren – Gesext – Getötet wurde heute Vormittag ein Teil der Mariahilfer Straße in Wien zur Tötungsfabrik. Aktivist_innen des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) verkleideten sich als Kücken, Tierfabrikmitarbeiter_innen und Tod. Ein Mann mit blutigem Mantel zerrte die Kücken in einen riesigen Schredder, um den millionenfachen Tod der sogenannten Eintagskücken nachzustellen. Der Tod, welcher die stattfindende Tragödie genau beobachtete, hängte alle fünf Minuten ein Schild mit der aktuellen Zahl der in Österreich getöteten Kücken auf eine riesige Tafel. Nach einer Stunde wurde das Schild Minute 60: 1057 getötete Kücken platziert und die Aktion beendet.

Das spektakuläre Schauspiel hat einen traurigen Hintergrund. Jährlich werden in Österreich 18 Millionen Kücken von Legerassen für Legezwecke geboren, d.h. sie sind für die Fleischmast nicht geeignet sondern auf das Eierlegen spezialisiert gezüchtet. Rund die Hälfte davon, über 9 Millionen männliche Kücken, wird nach dem sogenannten Sexen, der Geschlechtsbestimmung, noch am selben Tag getötet. Die aussortierten Kücken sind aufgrund ihres Geschlechts nicht in der Lage Eier zu legen, weshalb sie für die Eierindustrie nicht verwertbar sind. In der Regel werden die Eintagskücken vergast und danach geschreddert. Eine tierquälerische Tötungsmethode, so die Tierschützer_innen. 9.260.115 männliche Kücken wurden im Vorjahr aussortiert, was bedeutet, dass alle 3,5 Sekunden ein Hahnenkücken getötet wird. Nur männlichen Kücken aus Bio-Freilandhaltung wird dieses Schicksal erspart.

Die Aktivist_innen des VGT nutzten die Vorosterzeit, um auf das Schicksal der Eintagskücken und den Irrsinn der Eierproduktion aufmerksam zu machen. Neben dem Schreddern wurde ein Transparent mit zwei abgebildeten Kücken und der Aufschrift Bitte lass uns leben! gehalten und es wurden Flyer verteilt. Zudem forderten die Aktivist_innen mittels Plakaten ein Umdenken in Richtung einer veganen, tierleidfreien Lebensweise.

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