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"Kleider Bauer kostet das letzte
Hemd! Uns und den Pelztieren!"
Schon seit 5 Jahren demonstrieren AktivistInnen
des VGT in ganz Österreich (Wien, Wr. Neustadt,
Graz, Linz, Innsbruck) gegen Pelz bei Kleider
Bauer. Heute Vormittag gab es erstmals eine
Nacktdemo vor Kleider Bauer um einerseits auf
das Leid der gehäuteten Pelztiere aufmerksam
zu machen wie auch darauf hinzuweisen, dass
Kleider Bauer in direkter Verbindung zur Gründung
der Sonderkommission gegen den Tierschutz (genannt
SOKO "Bekleidung") steht.
So ergibt sich aus dem SOKO-Gründungsdokument
des damaligen Polizeichef Erik Buxbaum, das
Peter Pilz zugespielt wurde, dass alle administrativen
Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollen, die
Kundgebungen vor Kleider Bauer zu unterbinden,
obwohl diese in keinem Zusammenhang zu rechtswidrigem
Handeln wie Sachbeschädigungen stehen.
Ein jahrelanger und 5 Millionen Euro
teurer Großer Lauschangriff (Handyüberwachung,
Peilsender, Spitzel "Danielle Durand",
Überwachung in Privatwohnungen u.ä.) einer 33-köpfigen
SOKO ließ auch den Steuerzahler "nackt"
aussehen. Der darauf folgende s.g.
Tierschutzprozess nach § 278a StGB ("Kriminelle
Organisation") kostete nicht nur weitere
Millionen an Steuergeldern, sondern auch die
finanziellen Existenzen der 13 Angeklagten,
die nach 14 Monaten Verhandlung am 2. Mai 2011
freigesprochen wurden. Aufgrund von fast 100
Verhandlungstagen haben die meisten Angeklagten
ihre Arbeit verloren und stehen vor einem Schuldenberg!
Doch die Staatsanwaltschaft hat bereits Berufung
angekündigt, das schriftliche Urteil ist noch
in Arbeit und so ist der Prozess für die 13
Angeklagten nach Jahren immer noch nicht abgeschlossen.
Eberhart Theuer, Rechtswissenschafter
am Institut für Ethik und Wissenschaft an der
Uni Wien, beschäftigt sich wissenschaftlich
mit dem Tierschutzprozess: "Wie
sich aus den Prozessakten und Zeugenaussagen
ergibt, geht die Initiative für die Gründung
der SOKO auf Kleider Bauer zurück. Ziel war
das Verhindern des Protests gegen Kleider Bauer,
Ergebnis war die Anklage nach § 278a StGB. Die
Anwaltskosten waren enorm, ersetzt wird trotz
Freispruchs nur ein Bruchteil. Hier besteht
massiver Reformbedarf!" Und weiter: "Die
Soko 'Bekleidung' ist gegen die TierschützerInnen
klar rechtswidrig vorgegangen. Eine rechtsstaatlich
saubere Aufarbeitung des Tierschutzprozesses
ist nötig! Bislang hat diese noch nicht einmal
begonnen. Die Wissenschaft wird das sehr genau
beobachten!"
Vorort waren auch 2 Angeklagte im Tierschutzprozess,
Monika Springer und Felix Hnat: "Kleider
Bauer hat uns das letzte Hemd gekostet, aber
wir werden uns weiter für den Tierschutz einsetzen!"
Gerald Igor Hauzenberger brachte nun
eine bereits mehrfach ausgezeichnete Doku zum
Tierschutzprozess in die Kinos. "Der
Prozess" lief am 25.11.2011 in den österreichischen
Kinos an und beleuchtet die Zusammenhänge von
Kleider Bauer, dem Innenministerium, der SOKO
und dem Tierschutzprozess. www.derprozess.com
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