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Tierschutz
gewinnt in der Gesellschaft an Wichtigkeit,
Forderung nach Verbesserungen für Tiere
erhält zentralen Platz in Themenspektrum
der "Wutbürger"
"Empört
Euch!" und "Engagiert Euch!" heißen die beiden Büchlein von Stephane Hessel, die die Emotionen vieler Menschen
heute wiedergeben. Es gibt so viele Themen,
über die es sich momentan zu empören
und für die es sich zu engagieren lohnt.
Die von den SpekulantInnen ausgelöste
Finanzmisere ist davon nur eines, die
immer weiter aufklaffende Schere zwischen
Arm und Reich ein zweites, ebenso der
Klimawandel, die Atombedrohung und die
zunehmende Repression und Überwachung
in immer mehr Staaten weltweit. Die
Bewegung, die mit der Besetzung der Finanzzentrale
der Welt, der Wall Street in New York,
begonnen hat und sich "Occupy" nennt, hat schon längst auch auf Österreich übergegriffen, so gab es Occupy-Besetzungen
in verschiedenen Städten und eben auch
am Sonntag den 15. Jänner eine Occupy-Kundgebung
am Stefansplatz in Wien mit 300 TeilnehmerInnen
als Teil eines weltweiten Occupy-Aktionstages.
Erfreulich
ist, dass zu den Themen der Occupy-Bewegung
(siehe z.B. www.occupyvienna.at) ganz
zentral auch der Tierschutz gehört. Und
im Kielwasser des Tierschutzprozesses
hat der VGT zusätzlich eine führende
Rolle bei Fragen der Menschenrechte übernommen,
die für die Umsetzung von Tierrechten
unabdingbar sind. Deshalb wurde der VGT-Obmann
von den OrganisatorInnen der Occupy-Kundgebung
am 15. Jänner als Hauptredner eingeladen,
ein erfreuliches Zeichen dafür, dass
Tierschutz ein immer wichtigeres Thema
in der Gesellschaft wird. DDr. Balluch
betonte wie notwendig es ist, über die
Änderung des eigenen Lebens hinaus auch
für die Gesellschaft Verantwortung zu
übernehmen. Ohne gesetzliche Änderungen
und verpflichtende Regelungen wird sich
insbesondere der Nutztierschutz nicht
von der Stelle bewegen.
Darüber
hinaus, so argumentierte der VGT-Obmann,
sind Empörung und Engagement insbesondere
gegen die staatliche Repression notwendig
Er
zog Parallelen zwischen der Situation
heute, mit ihrer Forderung nach mehr
Demokratie und dem Internet als einem
Medium für die rasche und billige Verbreitung
von Meinungen, und der Situation am Ende
des 18. Jahrhunderts, als durch die Aufklärung
demokratische Forderungen erhoben wurden,
im Rahmen der franzöischen Revolution
erstmals in Europa eine Menschenrechtsdeklaration
entstand und durch die beginnende freie
Presse öffentliche Diskussionen ausgelöst
wurden. Damals wie heute reagierten die
Mächtigen durch Zensur, Überwachung und
immer schärfere Repressionsgesetze. Vor
200 Jahren gab es - ähnlich wie den Tierschutzprozess
- Gerichtsverfahren gegen die ersten
demokratischen Vereine und die Entwicklung
mündete daraufhin in einen Polizeistaat,
das Metternich'sche System des Vormärz.
Heute
müssen wir aus der Geschichte lernen
und diese Entwicklung mit allen Mitteln
verhindern. Dazu sind alle aufgerufen,
nicht nur wachsam zu sein und den staatlichen
Institutionen ein gehöriges Stück Misstrauen
entgegen
zu bringen, sondern auch sich gegen Repression
und Überwachung, gegen die Novelle des
Sicherheitspolizeigesetzes, der Terrorprävention
und der Vorratsdatenspeicherung zu engagieren.
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