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Wien, am 18.05.2017

Tiertransporte: Erneut Missstände aufgedeckt

Wie letzte Woche bekannt wurde, gab es bei Kontrollen in Deutschland dieses Jahr deutlich mehr Beanstandungen wegen Missständen. Auch in Österreich kommt es laufend zu Verstößen gegen das Gesetz. Der VGT sammelt Unterschriften und fordert klare Schritte von der Politik

Zur Petition: vgt.at/tiertransporte

Besonders bei Langstreckentransporten werden die vorgeschrieben Ruhezeiten oft nicht eingehalten. Bei Transporten über die EU-Grenzen hinaus sind auch Kontrollen kaum mehr möglich. Bereits im April wurde von der Tierschutzorganisation Animals International aufgedeckt, dass es bei Transporten von Rindern aus der EU, insbesondere auch von Tieren aus Österreich, zu schweren Missständen kommt. Die Aufnahmen der Gruppe zeigen Tiere, die zentimetertief in ihren eigenen Exkrementen stehen. Zusätzlich sind die Schlachtbedingungen am Zielort katastrophal, die Videos zeigen ungelernte Arbeiter, die sich offenbar vor den Tieren fürchten und die Kehlschnitte unprofessionell durchführen, sodass das Leiden der Tiere unglaublich verlängert wird.

Politik verspricht Verbesserungen

Aus der Politik kommen klare Worte zum Thema Tiertransporte. Jörg Wojahn, Vertreter der EU-Kommission in Wien, sagte im ORF Betrag „Thema“, dass die Kommission die EU-Richtlinien verbessern will und dass daran gearbeitet werde, besser mit den Experten der Behörden in den Zielländern zusammenzuarbeiten, da vor Ort derzeit keine eigenen Kontrollen durchgeführt werden dürfen. Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer von den Grünen in Deutschland räumt im Gespräch mit „Panorama 3“ ein, dass es Probleme mit Tiertransporten über die EU-Grenzen hinaus gebe. Auch der Berliner Agrarminister sagt, dass es außerhalb der EU große Probleme mit Tiertransporten gibt.

Bereits 10.000 Unterschriften

Der VGT hat daher eine Petition gestartet, mit welcher die Unterzeichnenden die Österreichische Bundesregierung auffordern, für EU-weite Kontrollen im Bereich der Tiertransporte einzustehen und Transporte von österreichischen Tieren ins EU-Ausland zu verhindern. Fast 10.000 Menschen haben diese Forderungen bereits unterzeichnet. Außerdem wird damit auch die internationale „Stopp the Trucks“ Initiative unterstützt: http://vgt.at/tiertransporte

VGT-Tierschutzreferentin Ines Haider: „Der Tierschutz kämpft seit vielen Jahren gegen die Abschaffung dieser grausamen Transporte. Schon lange werden von Seiten der Verantwortlichen Verbesserungen angekündigt, dennoch sind die Zustände immer noch die gleichen wie vor 20 Jahren. Es wird Zeit, dass endlich konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.“