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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.12.2017)

Böheimkirchen, am 14.12.2017

Tierschützer-Appell an die Bevölkerung: Missstände melden!

VGT veröffentlicht Video von gestriger Aktion in Niederösterreich!

Die fürchterlichen Zustände in einem Schweinemastbetrieb nahe St. Pölten erschütterten viele Menschen, viele Anfragen und Hinweise erreichen nun den VGT. Ein Video vom Ablauf der Aktion und den Lebensbedingungen sowie Verletzungen der Schweine wurde kürzlich online gestellt und erklärt die Situation.

Nach wie vor ist unfassbar, wie derart grobe Verstöße gegen das Tierschutzgesetz möglich sind. Etwa 700 Schweine wurden in diesem Betrieb offenbar beinahe ununterbrochen im Dunklen gehalten. Zahlreiche Verletzungen wie Eiterbeulen am ganzen Körper, geschwollene oder vollkommen fehlende Ohren, gebrochene Gliedmaßen, blutig-geschwollene und fast vollkommen abgebissene Schwänze zeigen ein desaströses Bild dieses Betriebes!

Zu wenige Kontrollen!
Auf die Anzeige des VGT hin wurde der Betrieb gestern umfassend geprüft. Die informierte Behörde zeigte sich engagiert in der Aufklärung dieses Falles. Heute gab es auch ein Telefonat mit dem Bezirkshauptmann Josef Kronister und dem VGT, den Inhalt schildert David Richter: "Der Herr Bezirkshauptmann und ich sind uns einig, dass Tierquälereien sofort gemeldet werden müssen, auch wenn nur ein leiser Verdacht besteht. Ich habe Herrn Kronister darauf aufmerksam gemacht, dass aus unserer Sicht die Kontroll-Intensität im Moment vollkommend unzureichend ist, dieser Fall bestätigt das. Die Politik muss das benötigte Budget zur Verfügung stellen, um Tierquälereien wie diese möglichst zu verunmöglichen! Aber auch die Tierärzte, die dort ein- und ausgegangen sind haben Ihre Verantwortung nicht wahrgenommen!"

Billigprodukt Schweinefleisch
Der unfassbare Preisdruck verunmöglicht es, zumindest das Tierschutzgesetz ordnungsgemäß einzuhalten. David Richter dazu: "Solange Supermärkte und Diskonter auf dem Rücken der Tiere Preisschlachten durchführen, und auch Interessensverbände Werbung für Tierqual-Fleisch machen, wird es Fälle wie diese geben. Wir sollten alle gemeinsam diese Kulturschande Schweinehaltung schleunigst beenden!"

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