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Große VGT- Anti-Pelzdemo in Wien

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18.11.2018)

Wien, 18.11.2018

Über 200 Tierschützer_innen zogen durch die Einkaufsstraßen um ein lautes, eindrucksvolles Zeichen gegen den grausamen Handel mit Tierpelz zu setzen.

Am Samstag war es wieder so weit – der Verein Gegen Tierfabriken rief zur großen, alljährlichen Anti-Pelzdemo auf. Über zweihundert TierschützerInnen versammelten sich am Christian-Broda-Platz, um danach von der Mariahilfer Straße über Ring und Kohlmarkt zum Graben zu marschieren.

Mit kreativ gestalteten Schildern und großen Transparenten verliehen sie ihrem Protest Ausdruck, einige Teilnehmer_innen beeindruckten zudem mit selbstgebastelten Kostümen und mitgebrachten Installationen.

Mehrere Vereine beteiligt

Neben dem VGT beteiligte sich auch RespekTiere und der Tierschutzverein Robin Hood mit einer Aktionseinlage, untermalt von stimmungsvoller Musik. Auch aus der Schweiz war eine Gruppe angereist.

Vor zahlreichen Geschäften, die leider immer noch Pelz als Kragen, Bommel, oder Verbrämung anbieten, gab es Zwischenkundgebungen, bei denen das Leid der Pelztiere aufgezeigt und Sprüche skandiert wurden.

Zudem gab es auch Stops, um den Geschäften zu danken, die mit positivem Beispiel vorangehen – so gab es vor dem Hutgeschäft Oberwalder tosenden Applaus für die Entscheidung der neuen Geschäftsführung, in Zukunft zu 100 Prozent auf Tierpelz zu verzichten.

Besonderes Kopfschütteln erntete wieder die Filiale der italienischen Luxusmarke Fendi, die für dekadante Absurditäten wie Christbaumkugeln aus Pelz oder Brillen mit Pelzbesatz traurige Berühmtheit erlangte.

Am Kohlmarkt erinnerte VGT-Pelzcampaigner Georg Prinz an Edeldesigner wie Armani, Gucci, Versace, Michael Kors und seit kurzem auch Burberry, die aus Tierschutzgründen keinen Pelz mehr in ihren Kollektionen verarbeiten. Gleichzeitig nahm er die wenigen Luxusmarken wie Prada, die immer noch unbeirrbar Tierpelz verkaufen in die Pflicht, endlich dem internationalen Trend zu folgen.

Prinz dazu: Solange auch in Österreich, dem Land mit dem längsten und ältesten Pelzfarmverbot der Welt, weiterhin diese tierquälerischen Produkte gibt, so lange sind auch diese Demonstrationen nötig. Wir hoffen, dass auch bald die Nachzügler unter den österreichischen Modehäusern und den internationalen Designern dem Trend folgen und ihr Sortiment künftig pelzfrei und damit tierfreundlicher gestalten!

Bei der Abschlusskundgebung am Graben hielt das international bekannte Tattoomodel Sandy P. Peng aus Vorarlberg eine bewegende Rede aus der Sicht eines jungen Fuchses in einer Pelzfarm, der sein ganzes Leben lang in einem engen Gitterkäfig fristen muss, bis er schließlich qualvoll mit Abgsasen erstickt wird und ihm das Fell abgezogen wird.

Marion Löcker vom Tierschutzverein Robin Hood schilderte schockiendere Details von Pelzfarmen in Rumänien, für die es keinerlei gesetzliche Einschränkungen bezüglich der Haltungsbedingungen gibt.

Der VGT bedankt sich bei allen Kundgebungsteilnehmer_Innen und bei allen Händler_innen, die aus dem blutigen Pelzgeschäft bereits ausgestiegen sind.

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