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14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Steinbrunn, 09.02.2026

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

Fragt man einen Jäger, warum er Füchse tötet – in Österreich sind das immerhin 65.000 pro Jahr und damit mehr als Hirsche! – so wird auf den Fuchsbandwurm und das sogenannte Niederwild hingewiesen. Dabei ist längst wissenschaftlich erwiesen, dass die Prävalenz des Fuchsbandwurms durch Bejagung zunimmt. (1) Und wenn die Jägerschaft in Massentierhaltung gezüchtete Vögel aussetzt, dann kann es schon sein, dass Füchse diese hilflosen Tiere essen, bevor der Mensch sie erschießen kann. Aber rechtfertigen tut das die Fuchsjagd keinesfalls.

In Luxemburg ist die Fuchsjagd seit Jahren verboten und in den zig tausenden Hektar Gebirgsrevieren der Stadt Wien in der Steiermark und in NÖ werden ebenfalls seit Jahren keine Füchse mehr geschossen. Eine negative ökologische Folgewirkung blieb aus. Ebenso ist die Dichte der Fuchspopulationen in den Städten um das 20-fache höher als in ländlichen Regionen, ohne dass in der Stadt gejagt werden dürfte.(2) Auch hier fehlt die negative Wirkung. Umso unverständlicher ist, dass sich der Jagdverband Burgenland jetzt in Steinbrunn nahe Eisenstadt bei einer öffentlichen Streckenlegung der Tötung von 14 Füchsen und 2 Mardern brüstet. Dazu kommt, dass der Fuchs im Burgenland keinerlei Schonzeit hat. Deshalb dürfen auch Füchsinnen, die jetzt Anfang Februar bereits schwanger sind, geschossen werden. Dann stirbt mit der Fuchsmama auch ihr Baby im Bauch mit. Und selbst wenn man „nur“ ihren Partner erschießt, bedeutet das möglicherweise den Tod der Kinder, weil die Väter für die Versorgung der Familie eine zentrale Rolle spielen.

Aktuelles Video: Getötete Füchse und Marder ausgelegt

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Die Fuchsjagd ist sinnlos und grausam. Sie hat nur negative Konsequenzen. Wenn ich die Aufnahmen der toten Füchse bei dieser Streckenlegung in Steinbrunn betrachte, sehe ich auch Verletzungen der Tiere im Gesichtsbereich. Das wäre typisch für die Baujagd. Bei dieser grausamen Jagdform werden Hunde in den Fuchsbau geschickt, um dort mit der Fuchsfamilie zu kämpfen. Ein organisierter Tierkampf unter der Erde! Leider ist diese Perversion weiterhin in allen Bundesländern Österreichs erlaubt, weil die Jagd unverständlicher Weise vom Tierschutz ausgenommen ist. Eine Schande für ein Land, das stolz den Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung verankert hat. Der Jagdverband Burgenland sollte sich für die 16 toten Tiere genieren, die er da so makaber und pietätlos öffentlich ausgestellt hat. Auch Fackeln und Fichtenzweigerln machen diesen sinnlosen Massenmord nicht besser. Die Streckenlegung ist eine jener Traditionen, die längst in den Mistkübel der Geschichte gehören!“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

(1) s. z.B. Comte, Sebastien, G. Umhang et al.: Echinococcus multilocularis management by fox culling: An inappropriate paradigm, in: Preventive Veterinary Medicine Vol 147, 2017, S. 178-185

(2) vgl. Wikipedia: Rotfuchs [9.2.2026]

 

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