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VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Wien, 07.10.2026

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

Am 8. Oktober ist Welt-Oktopus-Tag. Aus diesem Anlass organisierte der VGT heute eine öffentliche Tierschutzaktion am Stephansplatz in Wien, bei der Tierschützer:innen über den tierquälerischen Tintenfischfang informieren.

Im Rahmen der Kundgebung wurde ein Plüsch-Tintenfisch in einem Topf "gekocht". Damit wird symbolisch auf die großen Mengen von Tintenfischen verwiesen, die in Österreich gegessen werden. Im Jahr 2024 waren es mehr als 1,8 Millionen kg Tintenfischfleisch. (1) Der Wert lag bei knapp 14 Millionen Euro. Die wichtigsten Importländer sind Spanien, Italien, Holland, Portugal und Deutschland, außerhalb von Europa sind es China, Indien, Marokko und Vietnam. Hauptsächlich wird tiefgekühltes Tintenfischfleisch importiert.

Tierleid in Tintenfischspeisen

Beliebte Speisen mit Tintenfischfleisch sind frittierte Tintenfischringe (Calamari Fritti) oder gegrillter Tintenfisch (Calamari alla Griglia). Zu Foodtrends zählen Oktopus-Döner, Pulpo-Salat (Tintenfischsalat) oder Oktopus Sushi. Mag. Erich Schacherl, VGT-Campaigner: "Die meisten Konsument:innen von Tintenfischfleisch wissen über die tierquälerischen Aspekte beim Tintenfischfang nicht Bescheid. In jedem Bissen Tintenfischfleisch steckt Tierleid. Deshalb informieren wir darüber bei der heutigen Tierschutzaktion".

Tintenfischfang ist Tierquälerei

Tintenfische werden mit unterschiedlichen Methoden gefangen: Fallen (Steingutgefäße, Plastikbehälter, Drahtkäfige), Grundschleppnetze, Stellnetze, Langleinen mit Haken oder Angelruten mit Haken. Mag. Erich Schacherl: "Alle Fangmethoden sind tierquälerisch und verursachen Leid. Den Tintenfischen werden dabei Schmerzen, Schäden, Leiden, Stress und Angst zugefügt.“

Brutale Tötungsmethoden

Nicht nur die Fangmethoden sind tierquälerisch. In der Fischerei gibt es für Tintenfische keine gesetzlich vorgeschriebenen, tierschutzgerechten Betäubungsmethoden. Deshalb werden Tintenfische meistens nicht betäubt, sondern bei Bewusstsein getötet. Die Tötungsmethoden sind brutal und unmenschlich.

Es ist üblich, gefangene Tintenfische an der Luft ersticken zu lassen. Auf Fischerbooten ist es auch gängige Praxis, Tintenfische in ein Gemisch aus Eis und Wasser zu schütten, wo sie langsam sterben. Besonders grausam ist es, wenn lebende Tintenfische gegen die Wand oder den Boden geschlagen werden. Oder wenn der Mantelsack (= muskulöser Körperteil, der die inneren Organe umschließt, wird auch als Kopf bezeichnet) per Hand umgestülpt wird. Manchmal wird auch eine scharfe Klinge zwischen die Augen getrieben, um das Hauptgehirn zu zerstören.

Besser kein Tintenfisch am Esstisch

Der VGT empfiehlt, auf den Konsum von Tintenfisch zu verzichten. Mag. Erich Schacherl: "Wir appellieren an die Menschen: Zeigen Sie Herz und Mitgefühl, essen Sie keinen Tintenfisch. Wenn Ihnen die Qualen und das Leiden der Tintenfische beim Fang und bei der Tötung nicht egal sind, können Sie auf den Konsum von Tintenfisch verzichten. Eine Kaufentscheidung für oder gegen das Essen von diesen Wassertieren kann auch Ihr Statement für oder gegen die Ausbeutung dieser Tiere sein".

Zoologisch betrachtet sind Tintenfische Kopffüßer. Das ist eine Tiergruppe, die zu den Weichtieren zählt, die ausschließlich im Meer leben. Die bekanntesten der mehr als 1.000 unterschiedlichen Arten sind Kalmare, Oktopusse und Kraken. (1)

Pressefotos (Coypright: VGT.at)

 

Quellen:

(1) Statistik Austria: Importe von Tintenfisch und Tintenfischfleisch nach Österreich im Jahr 2024 (vom VGT in Auftrag gegebene Auswertung)

 

 

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