Teilen:

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Wien, 08.10.2026

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

Das Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu und damit wird die Bestimmung im Tierschutzgesetz schlagend, dass über den Schweine-Vollspaltenboden entschieden werden muss. Auch im eben erst erlassenen Urteil des Handelsgerichts zur SPAR-Klage gegen den VGT wurde die Richterin deutlich: „[der Schweine-Vollspaltenboden geht] mit im Vergleich zu ökologischer Haltung höheren Verletzungs- und Mortalitätsraten sowie vermehrt schmerzhaften Gelenken, Wunden an Hufen, Lungenentzündungen, Leberwürmern und Klauenverletzungen bei den Tieren einher“. Deshalb gibt es ein von der Regierung finanziertes Stroh-Schweine Projekt IBeSt+ mit 29 teilnehmenden Betrieben, das bis November die Daten liefern soll, warum Stroh für Schweine notwendig ist, um genau die vom Gericht festgestellten Verletzungen und Krankheiten der Tiere zu verhindern.

Der VGT stand heute vor den Parteizentralen von ÖVP, SPÖ und NEOS und zeigte Fotos von Schweinen auf Vollspaltenboden von 2010 bis 2025. Nichts hat sich verbessert. Ebenso legten die Aktivist:innen des VGT das wörtliche Zitat aus dem Tierschutzgesetz vor, das die Regierung verpflichtet, einen neuen Mindeststandard für die Schweinehaltung festzulegen. Nur bei den NEOS sprach eine Funktionärin mit den Demonstrant:innen und stimmte ihnen völlig zu, dass der Vollspaltenboden abgeschafft werden muss.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Selbst die weder dem VGT noch dem Tierschutz besonders zugeneigte Richterin im SPAR-Prozess musste aufgrund der Beweislage und der Einvernahme von Expert:innen zugeben, was für eine Katastrophe der Vollspaltenboden für die Schweine ist. Im Jahr 2022 wurde das Projekt IBeSt+ ins Leben gerufen, um die Wirkung von Stroh auf das Schweinewohl zu untersuchen. Jetzt sind alle diese Versuche, das Ende des Vollspaltenbodens hinauszuzögern, abgelaufen, jetzt ist es Zeit zu handeln. Wir rufen den Parteien ihre diesbezügliche Verantwortung in Erinnerung. Die Not der Schweine muss ein Ende finden!“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

28.10.2026, Heidenreichstein

VGT dokumentiert Tierqual von Fischen

Stress und Leid für Karpfen beim größten Waldviertler Abfischfest

27.10.2026, Bezirke Neusiedl/See und Bruck/Leitha

VGT erwischt Jagdleiter in NÖ mit 100 Fasanen in Kisten und ruft die Polizei

Trotz Verbots des Aussetzens von gezüchteten Fasanen im Burgenland seit 2022 wollte eine Jagdgesellschaft ungarische Fasane als Schießbudenfiguren im Burgenland aussetzen

22.10.2026, Wien

VGT übergibt 90.000 Stimmen für Hitzefrei für Fiakerpferde an Stadtrat Czernohorszky

Internationale Entwicklungen zeigen : Wien darf nicht zum Schlusslicht im Pferdeschutz werden

21.10.2026, Wien/OÖ

Aktuelle UNESCO-Stellungnahme: ob OÖ-Singvogelfang Kulturerbe bleibt, ist offen

Festgestellt wird, „dass es sich um eine gesellschaftlich umstrittene Praxis handelt – insbesondere hinsichtlich der Einschätzung von Ausmaß und Zumutbarkeit des den Vögeln zugefügten Leids“

20.10.2026, Wien

Veganes Martini-Gansl Festessen im Restaurant „Tisch“

Wir durften das 6-Gänge-Vegansl-Menü im Restaurant „Tisch“ im 8. Bezirk in Wien für euch verkosten.

19.10.2026, Wien

Vegansl (Veganes Gansl) 2026

Rund um Martini wird wieder in zahlreichen Lokalen das traditionelle Martini-Gansl angeboten. Doch auch Veganer:innen kommen auf ihre Kosten!

16.10.2026, Wien

Einladung: VGT-Anti-Pelz-Demomarsch in Wien

Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, Christian-Broda Platz

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen