VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN
VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN
Petition
noch 5.797 unterschriften bis zum ziel
Österreichische Kälber werden quer durch Europa verfrachtet, nur weil sie hierzulande keinen Wert mehr haben.
Diese Petition richtet sich an die österreichische Bundesregierung.
Formular
Milchkühe müssen jedes Jahr aufs Neue ein Kalb zur Welt bringen, um ihren Milchfluss aufrechtzuerhalten. Vor allem die männlich geborenen Milchkälber sind für die Industrie nicht rentabel und werden aus Österreich ins Ausland zur Mast transportiert. Dabei sind sie oft tagelang unterwegs. Die kleinen Kälber sind beim Transport zwischen zwei Wochen und zwei Monaten alt und damit noch von der Muttermilch abhängig. Sie würden natürlicherweise alle paar Stunden bei ihrer Mutter trinken wollen – vergleichbar mit einem menschlichen Baby. Da es auf den Transportern technisch nicht möglich ist, sie mit etwas anderem, als Wasser zu versorgen, bleiben sie die Fahrt über hungrig.
Auch tausende Zuchtrinder werden jedes Jahr aus Österreich in ferne Länder verkauft. Laufend werden unter Mithilfe des Landwirtschaftsministeriums neue „Märkte“ erschlossen. Die Transporte erstrecken sich über tausende Kilometer, sogar über die EU-Grenzen hinaus bis in die Türkei, Algerien oder in den Iran!
Eine Strapaze für die betroffenen Tiere. Nicht selten überleben einige der exportieren Kälber und Zuchtrinder den Transport nicht.
Aktuelle Aufdeckungen
Unsere Recherchen haben erschreckende Missstände aufgedeckt: Im Juni 2024 wurden rund 30 schwangere Kalbinnen über 2.500 Kilometer von Niederösterreich bis nach Anatolien in der Türkei transportiert. Während der viertägigen Reise wurden die Tiere kaum mit Wasser versorgt und mussten bei extremen Temperaturen ausharren. Die Fahrer legten illegale Schlafpausen ein, während die Kühe im LKW eingesperrt blieben.
Jährlich werden tausende österreichische Kälber auf lange Transporte geschickt und landen in riesigen Mastanlagen, die nicht einmal den österreichischen Mindeststandards entsprechen. Die Transporte sind für die Kälber mit enormem Stress und Leid verbunden, da sie oft über Stunden hinweg ohne Nahrung und Wasser auskommen müssen. Die Haltungsbedingungen in den Zielländern sind häufig schlechter als in Österreich, was die Situation der Tiere weiter verschärft.
Fast wöchentlich finden in Österreich Versteigerungen von lebenden Rindern statt. An 13 Standorten in allen Bundesländern, außer dem Burgenland und Wien, werden solche Verkaufsveranstaltungen von verschiedenen Rinderzuchtverbänden ausgetragen. Milchbetriebe verkaufen dort Kälber und ausgewachsene Rinder. Für diese ist ihre unfreiwillige Teilnahme an Versteigerungen oft mit enormem Stress verbunden. Die ungewohnte Umgebung, ein hoher Lärmpegel, das Zusammentreffen mit vielen unbekannten Tieren und Menschen sowie der teils grobe oder gar brutale Umgang von beteiligten Personen mit den Rindern können schnell zu Reizüberflutung und Tierleid führen.
Jährlich werden tausende schwangere Zuchtkalbinnen von Österreich in die Türkei exportiert. VGT-Tierschützer:innen dokumentierten 2025 die Bedingungen bei den Tötungen der Rinder während des "Opferfests" in mehreren Städten. Zwar wurden beim Opferfest keine österreichischen Ohrmarken dokumentiert, aber unter den geschächteten Tieren befanden sich auch Fleckvieh-Rinder, die in Österreich am meisten verbreitete Rasse. Diese könnten zum Teil Kälber von österreichischen Kalbinnen sein. Jedenfalls ist es in der Türkei auch im regulären Schlachtbetrieb üblich, dass Tiere nicht betäubt werden. Daher erleiden die heimischen Kalbinnen sowie deren Kälber am Ende ihres viel zu kurzen Lebens ein vergleichbar qualvolles Schicksal.