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Skandalös: Neuer Fiakervertrag verschlechtert Situation der Pferde massiv

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (24.11.2022)

Salzburg, 24.11.2022

ÖVP-Bürgermeister Preuner verweigert Petitionsannahme gegen Vertragsverlängerung 

Salzburgs Bürgermeister Dipl.-Ing. Harald Preuner hat am Donnerstag trotz scharfer Kritik und großer Bedenken seitens der Salzburger Bevölkerung und des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses den Vertrag mit den Fiakern um weitere 5 Jahre verlängern lassen. Der Salzburger Bauausschuss stimmte dem von Preuner vorgelegten positiven Amtsbericht zu – trotz aller kürzlich aufgedeckten Missstände und über 24.000 Unterschriften, die gegen eine Vertragsverlängerung gesammelt wurden. Schlimmer noch: Alle Vertragskriterien, bei denen Missstände aufgedeckt wurden, wie z.B. bei den verpflichtenden Ruhetagen für die Pferde, wurden einfach aus dem neuen Vertrag herausgestrichen. Sogar die Hitzefreiregelung wurde restlos gestrichen, und das, obwohl sogar ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss für Hitzefrei für die Fiakerpferde ab 30 Grad inkl. Messung dieser Temperatur am Fiakerstandplatz seit Dezember 2020 vorliegt. 

Kurz vor der Vertragsverlängerung fand die vom VGT lancierte Übergabe der Petition Für ein Ende der Fiaker in Salzburg statt, die bis dato über 24.000 Menschen unterzeichnet haben. Die Unterschriftenlisten wurden von Aktivist:innen des VGT Salzburg symbolisch an ein Werbeplakat, auf dem Preuner abgebildet ist, übergeben. Preuner selbst ließ nicht nur einige Einladungen zur Petitionsübergabe unbeantwortet, sondern verweigerte auch die Annahme der Unterschriften.

Georg Prinz vom VGT kritisiert das Verhalten des Bürgermeisters scharf: Ich bin zutiefst erschüttert, dass Bürgermeister Preuner, in dessen Ressort das Veterinäramt fällt, den Vertrag mit den Fiakern um weitere 5 Jahre verlängert hat. Dass der Vertrag noch dazu massive Verschlechterungen für die Pferde bringt, ist ein Skandal und an Verantwortungslosigkeit nicht zu überbieten. Auf seinen aktuellen Plakaten inszeniert sich Preuner als offener und den Bürger:innen zugewandter Politiker. Salzburg. Unsere Stadt ist da beispielsweise zu lesen. Gleichzeitig scheinen ihn die akuten Sorgen der Salzburger Bürger:innen bezüglich der längst überholten Fiakertradition und das Leid der Pferde nicht zu interessieren. Es ist ganz offensichtlich nicht die Stadt der Bürger:innen, die sich ein Ende der Tierquälerei wünschen, sondern die Stadt des Bürgermeisters, der tun und machen kann, was er alleine will. Für die Pferde bedeutet Preuners Entscheidung weitere Jahre der Qual und des Leids.

Der VGT hat zahlreiche Misstände bei den Fiakern dokumentiert und veröffentlicht und auf etliche Vertragsbrüche hingewiesen. 

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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