Teilen:

Trotz bundesweiten Verbots des Aussetzens: Jagd auf Zuchtfasane im Nordburgenland

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18.12.2017)

Wien, 18.12.2017

Treibjagdgesellschaft wechselt angesichts Tierschutzkameras zur Hasenjagd: VGT veröffentlicht Video, das grausame Szenen bei dieser Jagd zeigt

Eigentlich hätte es eine Jagd auf ausgesetzte Zuchtfasane werden sollen, obwohl das Aussetzen nach dem Tierschutzgesetz in Österreich verboten wurde. Gut zwei Dutzend tote Fasane sind auf dem Anhänger der Jagdgesellschaft bereits zu sehen – mit Platz für wesentlich mehr. Doch als TierschutzaktivistInnen auftauchen, zieht man sich zurück und wechselt zur Hasenjagd. Auch da schoss man deutlich weniger Tiere als noch bei den letzten derartigen Veranstaltungen im selben Jagdrevier. Doch dennoch zeigt ein Video die unfassbare Grausamkeit dieser Jagdart. Angeschossene Hasen, die wie Menschenkinder schreien. Jagdhunde, die minutenlang den verletzten Hasen nachlaufen, ihnen das Fell ausreißen und sie beißen. Ein furchtbares Gemetzel, das Menschen mit Mitgefühl das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Das Verbot des Aussetzens von gezüchteten Tieren für die Jagd ist im Rahmen der Reform des Tierschutzgesetzes am 25. April 2017 in Kraft getreten. Die Regierung hat damals eindeutig festgestellt, dass damit der gängigen Praxis des Züchtens und Aussetzens von Fasanen für die Jagd ein Riegel vorgeschoben werden soll. Doch, wie so oft im Tierschutz, hapert es an der Kontrolle und der Umsetzung des Gesetzes. Wer ist anwesend, wenn die JägerInnen die Tiere aussetzen? Während man den TierschutzaktivistInnen sukzessive die Dokumentation von Jagden zu erschweren versucht, indem ständig neue Bestimmungen erlassen – und exekutiert! – werden, die das Filmen von Jagden von der öffentlichen Straße aus verbieten, und indem JagdaufseherInnen polizeiliche Kompetenzen übertragen bekommen, filmende TierschützerInnen festzuhalten, sind im Feld keine AmtstierärztInnen zu sehen. Eine Kontrolle gibt es nicht und das Landesverwaltungsgericht Eisenstadt hat eine Straferkenntnis einer Bezirkshauptmannschaft zum illegalen Aussetzen von Zuchtvögeln zur Jagd aufgehoben, weil nicht ausreichend bestimmt gewesen sei, wann und wo wieviele Vögel ausgesetzt worden sind. Damit wird das Verbot des Aussetzens aber totes Recht. Es ist unmöglich, Tag und Nacht sämtliche Jagdgebiete im Auge zu behalten, um ein illegales Aussetzen so exakt zu dokumentieren. Klar ist das Aussetzen dennoch, wenn plötzlich zur Jagdzeit hunderte Fasane aufflattern, die vorher und nachher im selben Gebiet nicht zu sehen sind.

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot

08.05.2026, Niederösterreich

FPÖ-Kickl findet das Schlagen von Kindern gut, aber Tierschutz raus aus den Schulen

Fragwürdiger Wertekompass in Pädagogik: in einer gestrigen Presseaussendung will die FPÖ Kinder vor Tierschutz „schützen“, während ihr Chef die „gsunde Watschn“ propagiert

06.05.2026, Wien

Amphibienwanderung Hanslteich erfolgreich abgeschlossen

VGT vermeldet sinkende Erdkrötenzahlen und betont die Wichtigkeit des Tunnelbaus

06.05.2026, Südoststeiermark

VGT zu Styriabrid: die Menschen wollen keinen Vollspaltenboden, egal ob Neu oder Alt

Zur VGT-Demo vor einer „Vorzeige-Schweinefabrik“ mit dem neuen Mindeststandard Vollspaltenboden ab 2034/2038 meinte Styriabrid, die Konsument:innen fänden das gut

05.05.2026, Südoststeiermark

Lauter VGT-Protest nach Aufdeckung vor neuem Vollspaltenboden-Schweinebetrieb

„Strukturierter“ Vollspaltenboden Neu, wie ab 2034/2038 neuer Mindeststandard; Demo betont: der Vollspaltenboden muss weg, es gibt weiterhin keine Rechtssicherheit in der Schweinebranche