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Aufschrei der TierschützerInnen: Bitte lasst die Pferde in Ruhe!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.02.2018)

Wien, 14.02.2018

Polizeipferde Aufreger-Thema Nr. 1; neues Video zeigt massive Gefahr bei Einsatz von Pferden

Seit Innenminister Kickls Pläne für eine berittene Polizei fix wurden, läuten die Telefone beim VGT Sturm. Besorgte AnruferInnen wollen wissen, ob die Ausbildung von Pferden zu Polizei-Pferden noch verhindert werden könne, und sprechen sich vehement dagegen aus.Unserer Email-Posteingang quillt förmlich über vor wütenden Schreiben, dass wir etwas gegen dieses Projekt unternehmen sollen. Aber mehr als Aufklären und die Öffentlichkeit vor der drohenden Gefahr für Menschen und Tier warnen, können auch wir nichtsagt Christine Braun vom Verein gegen Tierfabriken.

Der VGT hat ein Video veröffentlicht, das anhand internationaler Aufnahmen zeigt, welches Risiko der Einsatz von Pferden bei Demonstrationen, Fußballmatches und im Straßenverkehr mit sich bringt – für Menschen als auch für Tiere!

Dem Faktum, dass Pferde Fluchttiere sind und weglaufen, wenn sie sich erschrecken - eine Tatsache, die durch regelmäßige Unfälle mit Polizeipferden untermauert wird - wird vom Innenminister keine Beachtung geschenkt. Opfer gibt es dann auf allen Seiten. Das Pferd kann bei der Flucht stürzen oder sich anderweitig verletzen, die PolizistInnen vom erschrockenen Pferd abgeworfen werden und für alle Menschen in der Umgebung des Pferdes besteht die Gefahr, niedergetrampelt und schwer verletzt zu werden warnt VGT-Campaigner David Fenzl.

Dass die sensiblen Tiere schon bei der Ausbildung Situationen ausgesetzt werden, die komplett artfremd sind und als Tierquälerei bezeichnet werden müssen, ist nicht minder besorgniserregend. Die Pferde werden gezwungen, über brennende Hindernisse zu springen, entgegen ihrem Fluchtinstinkt in explodierende Feuerwerkskörper hineinzulaufen, und werden zur "Abhärtung" mit Gymnastikbällen beworfen, weiß VGT-Campaigner David Fenzl. Das ist für uns ganz klar Tierquälerei.

Der Leiter der berittenen Polizei in München schätzt das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier sogar so groß ein, dass er Polizeipferde bei Demonstrationen überhaupt nicht einsetzt. Eine Feststellung, die konträr zu den Plänen des österreichischen Innenministeriums steht. „Die Gefahr, die von Polizeipferden in einer stressigen Situation ausgeht, wird schlichtweg nicht ernst genommen“ so Fenzl besorgt.

Die Protestaktionen von Seiten des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) werden fortgesetzt. Das Innenministerium wird hoffentlich noch zur Einsicht kommen, dass dieses Projekt, welches hauptsächlich auf Kosten der Pferde durchgepeitscht wird, ein Irrweg ist.

Der VGT hat eine Petition eingerichtet, über 5.000 TierfreundInnen haben sie bereits unterschrieben.

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