Teilen:

Fasanenjagd: Schon jetzt etliche tote Tiere!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.08.2019)

Steiermark, 07.08.2019

Im Bezirk Leibnitz fanden Tierschützer_innen tote Jungfasane neben einer Aussetz-Remise. Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN kritisiert die Aussetzpraxis.

Erneut wurden in steirischen Jagdrevieren unzählige Fasane ausgesetzt – teilweise Hunderte pro Revier. Der Grund: Das Abschussvergnügen für die Jäger_innen.

Seit der Jagdgesetznovelle Ende 2016 müssen Fasane, wenn sie ausgesetzt werden sollen, zuvor bis Ende Juli in Remisen untergebracht werden. Diese umzäunten, aber nach oben offenen Gehege sollen die jungen Tiere am Beginn schützen. Ab Mitte Oktober dürfen die Tiere dann abgeschossen werden.

Aussetzen für die Jagd

Der VGT kritisiert seit Jahren, dass es völlig unlogisch ist, wenn Fasane Jahr für Jahr als Jungtiere in Revieren ausgesetzt und nur wenige Wochen und Monate später wieder stark bejagt werden. Dabei wären sie erst im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif – der Abschuss erfolgt vor der Fortpflanzung! VGT-Kampagnenleiter David Richter dazu: Es wird behauptet, das Aussetzen diene dem Arterhalt und nur ein „Überschuss“ an Tieren werde bejagt. Wie kann es sein, dass dann jedes Jahr wieder aufs Neue ausgesetzt werden muss? Richter selbst hat in den letzten Jahren etliche Fasanenjagden besucht und beobachtet: Früher waren es die „Kistlfasane“, die direkt vor der Jagd aus Massenzuchten ins Feld gesetzt wurden. Heute sind es die Jungfasane, die im Juli für die Jagd im Herbst in Remisen gesteckt werden. Am Arterhalt oder der Abschießpraxis hat sich kaum etwas verbessert.

Tote Jungvögel: Ursache noch unklar

Wenige Tage alte Fotos zeigen mehrere tote Jungfasane unmittelbar außerhalb einer Remise. Die Todesursache lässt sich anhand der Bilder nicht erkennen, erklärt Richter. Expert_innen bestätigen allerdings die Gefahren, die durch verstärktes Aussetzen von Zuchtfasanen bestehen. Krankheiten und Parasitenbefall aus den Auszuchten werden in die wilden Populationen gebracht und andere Tiere werden durch die große Anzahl an „leichter Beute“ angelockt. Diese Erkenntnisse sind für uns ein weiterer Grund, warum das ständige Aussetzen von Fasanen verboten werden muss, so Richter.

Fasanenaussetzen dient nicht dem Arterhalt

Der Abschuss vor der Fortpflanzung und vor dem Winter, in dem viele Tiere an natürlichen Ursachen sterben, dient nicht dem Arterhalt, sondern verhindert ihn. Ein „Überschuss“ sollte erstens gar nicht entstehen, sondern schon bei der Zahl der auszusetzenden Tiere berücksichtigt werden. Zweitens ist ein solcher „Überschuss“ erst nach dem Überstehen des Winters und bestätigtem Fortpflanzungserfolg im Frühling, bzw. im zweiten Jahr nach dem Aussetzen zu erheben. Das gebietet der Hausverstand und wird von Wildbiolog_innen bestätigt. Doch die Jagd wehrt sich dagegen. Sie wollen Fasane schießen, komme was wolle, schließt Richter.

Der VGT wird die Situation beobachten und die Öffentlichkeit laufend informieren.

Hochauflösende Pressefotos: Zum Download (Copyright: VGT)

19.06.2026, Leibnitz (Steiermark)

Nach Aussagen Amtsveterinär BH Leibnitz betont VGT: Tierschutznorm einhalten!

Das Gesetz schreibt einen physisch angenehmen Liegebereich für Schweine vor; Behörde in der Pflicht, das umzusetzen und für Transparenz bei Schweinebetrieben zu sorgen

18.06.2026, Wien

Medienspiegel: Schwere Rinder-Vernachlässigung in Vorarlberg

Wir haben grobe Missstände in einem Betrieb im Raum Bregenz aufgedeckt. Zahlreiche Medien berichten über die Aufdeckung vom 17. Juni 2026.

18.06.2026, Salzburg

Salzburg lässt Tauben verhungern: VGT bringt Strafanzeige ein

Wissenschaftliche Studie bestätigt, dass ohne Fütterung und Taubenschläge sehr viele Jungtauben nach dem Schlupf an Nahrungsmangel sterben

17.06.2026, Bezirk Bregenz

Schwere Rinder-Vernachlässigung in Vorarlberg

Erneut grobe Missstände im Skandalbetrieb von 2023 im Raum Bregenz: Tiere stehen immer noch in Fäkalien, Stall völlig heruntergekommen

17.06.2026, Bezirk Bregenz

Aufgedeckt: Schwere Rinder-Vernachlässigung in Vorarlberg

Erneut grobe Missstände im Skandalbetrieb von 2023 im Raum Bregenz: Tiere stehen immer noch in Fäkalien, Stall völlig heruntergekommen.

16.06.2026, Wien

Viel Tierleid im Fischstäbchen

Fischstäbchen enthalten das Fleisch vom Pazifischen Polardorsch. Beim Fang haben die Fische gelitten.

10.06.2026, Wien

VGT erinnert täglich Regierung an ihre Verantwortung: Verbot Vollspaltenboden

Mehr als 2500 Proteste gegen den Schweine-Vollspaltenboden seit 2019: VGT ist vor jeder Sitzung des Ministerrats und des Parlaments für die Schweine vor der Tür, so auch heute

09.06.2026, Wien/Linz

Skandalreform zum oberösterr. Singvogelfang: VGT-Stellungnahme

Die geplante Reform ist unionrechts- und verfassungswidrig, die Vogelschutzrichtlinie wird lächerlich gemacht, Bescheide über 6 Jahre sollen Beschwerden verunmöglichen