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Offener Brief an Innenminister Peschorn

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.12.2019)

Wien, 17.12.2019

Das Ende der berittenen Polizei – Was geschieht mit den Pferden?

In einem offenen Brief wendet sich heute der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN an Innenminister Dr. Wolfgang Peschorn. Nach der sehr erfreulichen Nachricht, dass das Kickl'sche "Projekt des Wahnsinns" der berittenen Polizei in Österreich ein rasches Ende findet, wird jetzt überlegt, was mit den Pferden geschehen soll. Die in Presseberichten kolportierte mögliche Eingliederung der Pferde in den Militärdienst ist aus Tierschutzsicht absolut abzlehnen!

Der VGT appelliert an den Innenminister, den Pferden das zu gönnen, was ihnen von Natur her zusteht - ein Leben in Frieden, wo ihre Bedürfnisse tatsächlich geachtet werden und ihr Wohlbefinden und nicht ihr Nutzen für den Menschen an erster Stelle steht.

Sehr geehrter Herr Innenminister Peschorn,

ich möchte Ihnen im Namen des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN meinen Dank dafür aussprechen, dass Sie dem von Ihrem Vorgänger ins Leben gerufenen, undurchdachten und tierquälerischen Projekt einer berittenen Polizeieinheit ein Ende gesetzt haben.

Mit der Verkündung der Pläne von Ex-Innenminister Kickl, eine berittene Polizeistaffel aus dem Boden stampfen zu wollen, begann der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN eine intensive Aufklärungskampagne. Die Bevölkerung wurde darüber informiert, dass die Millionenmetropole Wien nicht der natürliche Lebensraum von Pferden und der Polizeidienst mit immensen Gefahren für Menschen als auch Pferde verbunden ist. Über mehrere Monate hinweg haben wir regelmäßig Kundgebungen vor dem Innenministerium abgehalten und den damaligen Innenminister mehrmals auf die Problematiken einer Polizeipferdestaffel angesprochen. Eine von uns initiierte Petition gegen die geplante Polizeipferdestaffel erzielte mehr als 13.000 Unterstützer_innen, was ganz klar zeigt, dass die Zivilbevölkerung unser Anliegen unterstützte.

Doch nun, nachdem Sie dem Spuk dankenswerter Weise ein Ende gesetzt haben, stellen sich alle Tierschützer_innen im Land die Frage, was mit den Pferden geschehen wird. Von allen Möglichkeiten plädieren wir für diejenige, die im Sinne der Tiere ist und das ist ganz klar ein Lebenshof. Ein Ort, an dem jedes Lebewesen einfach leben kann, ohne einen etwaigen „Nutzen“ erfüllen zu müssen. Zahlreichen Medienberichten ist zu entnehmen, dass u. a. Gut Aiderbichl und der Verein Pfotenhilfe mehrmals angeboten haben, Polizeipferde aufzunehmen.

Wir appellieren hiermit eindringlichst an Sie, bringen Sie das Ganze, im Sinne der Pferde, zu einem guten Abschluss. Fassen Sie sich ein Herz für die Tiere und ermöglichen Sie den Pferden ein artgerechtes Leben auf einem Lebenshof.

Mit freundlichen Grüßen,
David Fenzl
VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN

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