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Es gibt kein Verbot des Vollspaltenbodens: Tierschützerin beendet 24 Stunden Selbstversuch

Graz, 30.08.2025

Die von der Regierung ab 2038 für alle Schweinebetriebe vorgesehene „Gruppenhaltung Neu“ ist ein Vollspaltenboden ohne erkennbaren Unterschied zum Bisherigen.

Nein, es gibt kein Verbot des Vollspaltenboden. 2034 nicht, 2038 nicht, nie. Und, nein, das ist keine Sicht der Tierschutzvereine oder gar nur des VGT, sondern das ist ein objektives, unbestreitbares Faktum. Das, was die Regierung unter großem Beifall der Schweineindustrie als Ende des Vollspaltenbodens verkauft, ist kein Ende. Im Gegenteil, es ist die Einzementierung des Vollspaltenbodens für immer. Der Umstand, dass nur die Schweineindustrie jubelt und der Tierschutz unisono verzweifelt, sollte eigentlich Außenstehende schon stutzig machen. Das ist kein Kompromiss, kein erster Schritt in die richtige Richtung. Das ist eine Bankrotterklärung im Tierschutz und ein Betrug an der Bevölkerung. Der VGT fordert eine komplette Aufhebung des Gesetzes. Besser gar keine Änderung, als das, was jetzt vorliegt. Das ist eine Verschlechterung für die Schweine, weil es ausschließlich dazu dient, den Widerstand gegen den Vollspaltenboden auf Basis von Falschinformationen zu lähmen. Die Medien werden zum Narren gehalten.

Eine Tierschützerin in Graz hat jetzt dafür den Beweis erbracht. Sie ist 24 Stunden auf einem original Schweine-Vollspaltenboden gelegen. Aber nicht auf einem, wie er bisher in den Schweinefabriken zu finden ist. Sondern auf einem Vollspaltenboden, wie ihn die Regierung unter dem euphemistischen Begriff „Gruppenhaltung Neu“ ab 2034 bzw. 2038 vorschreibt, inklusive der lächerlichen Vergrößerung des Platzangebots um sage und schreibe 1,5 A4 Blätter. Dieselbe Tierschützerin war bereits vor 2 Jahren auf einem klassischen Vollspaltenboden. Und sie fand keinerlei Unterschied aus Sicht der Betroffenen.

Tierschützerin Vivien: „Nach 24 Stunden am ‚neuen‘ Vollspaltenboden kann ich sagen: Die von der Regierung beschlossene Veränderung im Tierschutzgesetz bringt in der Praxis keine Verbesserung für die betroffenen Schweine. Bereits nach dieser verhältnismäßig kurzen Zeit schmerzen meine Gelenke, ich finde keine bequeme Sitzposition mehr und die zur Verfügung stehende Fläche ist so klein, dass man sich nicht ausgestreckt hinlegen kann. Wie soll es dann erst den Schweinen gehen, die ihre gesamte Existenz unter diesen Bedingungen fristen müssen, ohne jede Ausweichmöglichkeit? Dieser Zustand ist meiner Ansicht nach beschämend.“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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