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VGT zeigt Kreuzweg des Schweins vor Landwirtschaftsministerium: Vollspaltenboden bleibt

Wien, 02.04.2026

Anlässlich des Osterfestes weist der VGT darauf hin, dass wir Schweinen weiterhin das gesamte Leben ohne Ablaufdatum unerträgliche Qualen zumuten

Die im Juni 2025 eingeführte Regelung im Tierschutzgesetz, nach der ab 2034 oder – für „Härtefälle“ – ab 2038 eine leicht geänderte Version des Vollspaltenbodens neuer Mindeststandard wird, ändert für die Schweine gar nichts. Die Regierung hat entschieden, die Schweine weiterhin und für immer auf einem einstreulosen Betonboden zu quälen, der vollständig mit scharfkantigen Spalten durchzogen ist. Platz pro 85 kg Schwein: bisher 0,55 m², ab 2034/2038 ganze 0,65 m², das sind 1,5 A4-Seiten mehr pro Schwein!

Aber nicht nur das! Von der Geburt in der Kastenstandbucht, über das betäubungslose Kastrieren als Baby und die Vormast bereits auf Vollspaltenboden, bis zur Hauptmast in den einstreulosen Betonbuchten mit scharfkantigen Spalten über ihrem Kot, bedeutet das Leben der 5 Millionen in Österreich gemästeten Schweine pro Jahr nur Leid. Ein Leid, das auch mit der Neuregelung im Tierschutzgesetz um kein bisschen abgemildert wird. Deshalb zeigte der VGT heute anlässlich des bevorstehenden Osterfestes vor dem Landwirtschaftsministerium den „Kreuzweg der Schweine“. Das Schwein, das sein Kreuz entlang der 5 Stationen seines Leidensweges tragen musste, wurde dann am Ende auf der Neuversion des Vollspaltenbodens gekreuzigt.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Wer in der Lage ist, mit Tieren mitzufühlen, sollte sich einmal in das Leben eines Schweines in einer österreichischen Tierfabrik hinein versetzen. Wie fühlt sich das an, mit einer Mutter in der Kastenstandbucht geboren zu werden, die sich nicht um einen kümmern kann und von der man nach nur 4 Wochen getrennt wird? Wie fühlt es sich an, betäubungslos kastriert zu werden? Wie angenehm ist dann der Vollspaltenboden? Über 20 % der Schweine sterben im Schnitt an diesen Leiden, die wir ihnen von der Geburt bis zum Tod zumuten! Damit 5 Millionen Schweine letztlich geschlachtet werden können, müssen über 6 Millionen Schweine in den Schweinefabriken geboren werden, weil so viele an den Haltungsbedingungen sterben! Diese Katastrophe hat unsere Gesellschaft zu verantworten!“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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