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Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Salzburg, 22.04.2026

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

Heute Nachmittag, dem 22. April, findet von 15:00-18:00 Uhr eine vom VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN organisierte Mahnwache für die Salzburger Stadttauben statt, die im Rahmen der „Salzburger Aktionstage für ein gutes Leben für alle“ und in Kooperation mit der ARGE Stadttauben Salzburg und dem Verein RespekTiere abgehalten wird.

Etwa 30 Personen folgten dem Aufruf, um den Tierschutzanliegen rund um die Stadttauben Gehör zu verschaffen. Auf Schildern und Plakaten ist bspw. zu lesen: „Fütterungsplätze jetzt!“, „Ich habe Hunger!“ und „Tierschutz ist kein Verbrechen!“. Hans Lutsch, Taubenexperte und Obmann des Vereins ARGE Stadttauben Salzburg, informiert die Kundgebungsteilnehmer:innen und Passant:innen in einer Rede über den Überlebenskampf der Salzburger Stadttauben.

Denn die Situation der Stadttauben ist nach wie vor prekär. Obwohl am 2. Oktober 2025 die Umsetzung des Stadttaubenmanagements „Augsburger Modell“ mit betreuten Taubenschlägen, Eieraustausch und artgerechter Fütterung beschlossen wurde, wurden bislang keine kontrollierten Fütterungsplätze eingerichtet, die nicht nur zentraler Bestandteil des Augsburger Modells nach Rudolf Reichert sind, sondern auch die Versorgung mit artgerechtem Körnerfutter garantieren, bis die Stadttauben in ihren Taubenschlag einziehen können.

Hans Lutsch, Taubenexperte und Obmann des Vereins ARGE Stadttauben Salzburg: „Straßentauben sind aus Züchterschlägen entnommene Haustauben, die in ihrem seit Jahrtausenden domestizierten Haustierwesen die Versorgung durch den Menschen benötigen. Eine Verweigerung dieser Versorgungspflicht versetzt das Haustier Straßentaube unter Stress. Dies hat zur Folge, dass die Straßentauben eine bedrohliche Mangelernährung erleiden."

Georg Prinz, Vize-Obperson des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN: „Es freut uns sehr, dass so viele Menschen ein Herz für diese leidenden Lebewesen haben, die so treue Geschöpfe und Symbol des Friedens sind. Die Stadt muss endlich einsichtig werden und das Augsburger Modell so umsetzen, wie es von Rudolf Reichert entwickelt und etabliert wurde und wie es in so vielen anderen Städten erfolgreich funktioniert – MIT vorübergehenden, von der Stadt kontrollierten Fütterungsplätzen, in allen Stadtteilen, wo es noch keine Taubenschläge gibt.“

Derzeit werden die Stadttauben also von der Stadt nicht mit Futter versorgt, hungern und verhungern deswegen qualvoll. Gleichzeitig verfolgt die Stadt tierliebe Menschen, die das Leid der Stadttauben nicht mitansehen können und ihnen ein paar Körner hinwerfen, mit hohen Geldstrafen, Unterlassungserklärungen und Klagen.

Georg Prinz, Vize-Obperson des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN: „Menschen, die Empathie empfinden und ein Herz für Tiere haben, derart mit Strafen zu verfolgen und einzuschüchtern, ist einer Stadt wie Salzburg, die sich als kulturelle Hochburg rühmt, mehr als unwürdig. Herr Bürgermeister Auinger, Ihnen als Sozialdemokrat sollte Empathie nicht so fremd sein, wie es in der Taubenthematik erscheint. Richten Sie endlich die Fütterungsplätze ein!“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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