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Heute vor 33 Jahren VGT-Obperson Augenzeuge: Jäger in UK ermordet Tierschützer

Wien/UK, 03.04.2026

Weil er sich wegen einer Tierschutzaktion gegen seine Jagdgesellschaft geärgert hat, fährt ein Jäger absichtlich einen Tierschützer mit dem LKW nieder und begeht Fahrerflucht

Es war der 3. April 1993. Ein schöner, sonniger Tag in Cambridgeshire in East Anglia, im Osten Englands. Der letzte Jagdtag der Jagdgesellschaft „Cambridgeshire Foxhounds“, die zu Pferd und mit Hunderudel Füchse zu Tode hetzt. Anwesend waren aber auch etwa 30 Tierschützer:innen, darunter die heutige VGT-Obperson DDr. Martin Balluch, damals als Post-Doc im Department for Applied Mathematics and Theoretical Physics der Uni Cambridge, wo auch Stephen Hawking forschte, angestellt. Die Tierschützer:innen rannten ins Feld und verhinderten so, dass die Fuchsjagd stattfinden konnte. Die anwesende Polizei sah sich außer Stande, die Tierschutzaktion zu beenden. Die Jagd wurde also abgebrochen. Darüber ärgerte sich der Jagdleiter derart, dass er seinen Transporter mit seinen 3 Pferden und 40 Jagdhunden belud und dann in die Menge der Tierschützer:innen, die sich am Weg nach Hause befanden, hineinfuhr. Einem der Tierschützer, dem 15 jährigen Tom Worby aus Milton Keynes, gelang ist nicht mehr rechtzeitig, zur Seite zu springen. Er geriet unter das Transportfahrzeug, das ihm mit dem linken Hinterrad über den Kopf fuhr. Der Jäger beging Fahrerflucht, der junge Tierschützer, dem das Blut aus Nase, Mund und Augen rann, starb in den Armen seiner Partnerin vor Ort.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch war Augenzeuge: „Ich stand auf der Straße etwa 100 m vor dem Transportfahrzeug, wie es zu dem Mord kam. Ich konnte ganz deutlich sehen, wie der Tierschützer zuerst seitlich mitgeschliffen wurde und um Hilfe rief. Dann rutschte er unter das linke Hinterrad. Brutale physische Gewalt seitens der Jägerschaft gegen Tierschützer:innen ist leider keine Seltenheit. In Österreich hat ein Jäger im Jahr 1991 in Vitis im Waldviertel einer Tierschützerin mit dem Schrotgewehr in den Bauch geschossen, weil sie ihn bei der Jagd auf ausgesetzte Zuchtfasane behinderte. Es gab auch viele Fälle in Österreich, bei denen Jäger:innen Tierschützer:innen physisch attackierten oder ihnen durch den Regenschirm schossen. Am 20.11.2017 attackierte der heutige Landesjägermeister von Salzburg, Maximilian Mayr-Melnhof, zwei Tierschützer, verletzte sie und nahm ihnen mit Gewalt die Videokameras und ein Funkgerät weg. Vor Gericht log er dann, um sich zu schützen. Dennoch stellte das Landesverwaltungsgericht, das zuständig war, weil er als Jagdschutzorgan gehandelt hatte, die genannten Fakten fest. Gewalt gegen Tiere geht eben Hand in Hand mit Gewalt gegen Menschen. Und dieser Landesjägermeister schwadroniert dann öffentlich vom Schutz von Leib und Eigentum vor dem Wolf. Er selbst schädigt aber ohne zu zögern andere Menschen an Leib und Eigentum. Und dann stellt er sich als überzeugten Christen dar, der im Salzburger Dom bei der Hubertusmesse von der Kanzel predigt. Weit her mit der Liebe zu seinem Nächsten und mit dem Gebot, nicht zu lügen, ist es bei ihm aber offenbar nicht.“

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