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Internationale Protestaktion gegen Delfinjagd in Japan

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.11.2004)

Wien, 19.11.2004

Wien: österreichische TierschutzaktivistInnen demonstrieren vor der japanischen Botschaft

Wien – österreichische TierschutzaktivistInnen demonstrieren vor der japanischen Botschaft gegen das grauenhafte Töten von Delfinen in japanischen Gewässern. Blutige japanische Flaggen und „blutige Delfine“ sollen auf das Leid von etwa 23.000 Tieren aufmerksam machen, die jedes Jahr auf brutale Weise getötet werden.

Bilder von der Aktion!

Im Oktober 2003 war die Welt von Bildern schockiert, auf denen eine Sea Shepherd Crew das massenhafte Abschlachten von Delfinen an der Küste bei Taiji in Japan dokumentierte. Ein Video und Fotos von sterbenden Delfinen in einer von Delfinblut rot gefärbten Bucht brachte wegen der aufgerüttelten Weltöffentlichkeit die japanische Regierung in starke Bedrängnis. Trotzdem werden weiterhin jedes Jahr mehr als 23.000 Delfine und Kleinwale zur japanischen Küste in Buchten getrieben um mit Speeren und Messern geschlachtet zu werden oder in Netzen zu ertrinken, während einige lebend gefangen werden um an Delfinarien und Aquarien verkauft zu werden.

Weltweiter Protest
Der Verein gegen Tierfabriken schließt sich dem internationalen Protest an. AktivistInnen werden mit symbolisch rot gefärbten japanischen Flaggen und Delfin-Nachbildungen vor der japanischen Botschaft auf ein Beenden dieser grauenhaften Tierquälerei drängen. Am Ende der Kundgebung wird an einen Vertreter der Botschaft eine Petition übergeben, die an den Premierminister und den japanischen Minister für Fischereiwesen gerichtet ist.

Kundgebung vor japanischer Botschaft in Wien:
19. November 2004, 11:45 bis 14:00
Hessgasse 6/Ecke Schottenring 8


Sea Shepherd
führt eine internationale Kampagne, um gegen das Töten von Delfinen in Japan zu kämpfen. Eine Liste mit weiteren Proteststädten siehe unter: http://www.seashepherd.org/taiji/taiji_worldwide_protest.html

Sea Shepherd Conservation Society wurde 1977 von Captain Paul Watson gegründet, Sea Shepherds Mission ist maritime Ökosysteme und ihre Lebewesen zu verteidigen, zu erhalten und zu schützen.

Sea Shepherd Conservation Society International Zentrale:

PO Box 2616 Friday Harbor, WA 98250
Kontakt: Tim Midgley + 1 310 649 0441
E-Mail: tim@seashepherd.org
In Österreich: Karin Hundlinger
E-Mail: Denver1@gmx.at

weitere Infos siehe www.seashepherd.org


Factsheet Delfinschlachten in Japan

  • Jedes Jahr zwischen Oktober und März werden in Japan ca. 23.000 Delfine und Kleinwale grausam abgeschlachtet. Skrupellose Fischer machen Familiengruppen und kleine Delfinherden mit Unterwasserlärm orientierungslos. Sie stören das Sonarsystem der Delfine und treiben diese in flache Buchten mit Netzabsperrungen, wo dann später das entsetzliche Gemetzel stattfindet.
  • Einige Delfine werden oft absichtlich nur verwundet. Delfine und Wale verlassen ihre verletzten Gruppenmitglieder nicht, sondern folgen ihnen um den verletzten Artgenossen zu helfen und werden so selbst zum Opfer. Die gefangenen Delfine zappeln hilflos im Flachwasser im verzweifelten Versuch irgendwie entkommen zu können. Später werden sie mit Haken, Speeren und Messern zu Tode gehackt, Jungtiere und Neugeborene suchen vergeblich den Schutz ihrer sterbenden Mütter, zappelnd, oft mit heraushängenden Eingeweiden, aus dem Blasloch Blut spuckend, werden sie dann in Boote gezogen. Das Meer der Bucht wird zu einem Meer von Delfinblut …
  • Die japanische Delfinarienindustrie unterstützt dies mit hohen Geldsummen für einige wenige lebend gefangene Delfine um sie später für Showzwecke zu missbrauchen. Die von Delfintrainern gewählten Jungtiere werden separiert, dabei verfangen sich einige in Panik in den Netzen und ertrinken qualvoll. Die Jungen und Mütter rufen einander verzweifelt. Die für den Abtransport vorbereiteten Jungen hören die Todesschreie beim dann folgenden Gemetzel.
  • Wal- und Delfinfleisch darf noch heute in Japan verkauft und gegessen werden. Neben den Tier- und Artenschutzbedenken, ist Wal- und Delfinfleisch mit hohen Werten an Schadstoffen (Quecksilber, Cadmium, PCBs, DDT, …) aus der Nahrungskette belastet. Bei Untersuchungen überschritten 91% der Proben zulässige Höchstwerte.
  • Bereits 2003 deckte eine Crew der Sea Shepherd Conservation Society durch Foto- und Videodokumentation dieses blutige Abschlachten auf. Zwei Crewmitglieder, welche eine Netzabsperrung öffneten und so 15 Delfine retteten, wurden von der japanischen Polizei verhaftet und 21 Tage festgehalten, weil sie "japanische Geschäfte kräftig störten". Crewmitglieder sollen weiters beobachteten haben, dass selbst gefährdete Kleinwalarten genauso skrupellos getötet werden, was gegen internationale Schutzbestimmungen verstößt.

SEA SHEPHERD CONSERVATION SOCIETY fordert in einer internationalen Petition, welche am weltweiten Protesttag an japanische Botschaften und Konsulate übergeben wird, dass die japanische Regierung dieses Abschlachten einstellt.

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