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Aktions Akademie von Amnesty International, Greenpeace, Global2000 und Attac

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.05.2010)

Wien, 20.05.2010

150 Personen auf verlängertem Wochenende voller Aktionstraining, Rechtsinformation, Demonstrationsvorbereitung und anderen Workshops und Seminaren

150 Personen auf verlängertem Wochenende voller Aktionstraining, Rechtsinformation, Demonstrationsvorbereitung und anderen Workshops und Seminaren

Wenn sich Amnesty International, Greenpeace, Global2000 und Attac zusammenschließen, dann kann wohl keine kriminelle Organisation herauskommen – würde man doch hoffen. Bei §278a weiß das allerdings niemand so recht. Dennoch kamen 150 Personen aus ganz Österreich zusammen, um in Steyrermühl in Oberösterreich auf dem Gelände einer alten Fabrik direkt am Traunufer bei bioveganem Essen und abendlichem Lagerfeuer eine erfolgreiche AktionsAkademie durchzuführen. 5 Tage lang gab es volles Programm mit gleichzeitig rund 10 Seminaren oder Workshops. Man musste sich allerdings im vorhinein für eines der 10 Seminarthemen entscheiden und dieses dann z.B. 1 ½ Tage lang beibehalten. Dabei ging es um Aktionen des zivilen Ungehorsams genauso, wie um Aktionsklettern, Sambatrommeln auf Demonstrationen, den Bau von Demo-Großpuppen, Rechte bei Aktionen, Malen von Graffiti, Kampagnenplanung, Vernetzung usw. Das Buch „Widerstand in der Demokratie“ des VGT-Obmanns war übrigens auf der AktionsAkademie allgemein bekannt und wurde hoch als neues Standardwerk zum außerparlamentarischen Aktivismus geschätzt.

Der Tierschutz war auf dieser Veranstaltung zwar nur am Rande vertreten, aber das machte das Ganze nicht weniger spannend und gelungen

Allein schon der Umstand, dass jetzt auch Umweltschutz- und Menschenrechtsveranstaltungen einen biologisch-veganen Konsens bei der Verköstigung haben, kann nur positiv stimmen. Am Samstag gab es eine Großdemonstration aller TeilnehmerInnen und weiterer Personen in Linz, bei der das Gelernte bzw. Gebastelte (4 Großpuppen) bereits angewandt werden konnte.

Freitag Abend war der Diskussion über die Auswirkung von §278a und dem Tierschutzprozess gewidmet

Der VGT-Obmann und der offizielle Prozessbeobachter der Grünen Parlamentsfraktion gaben ihre Eindrücke vom Tierschutzprozess und ihre Thesen zu den Konsequenzen für die zukünftige NGO-Arbeit zum Besten. Die ZuhörerInnen waren sehr beeindruckt und voll solidarisch. Die wichtigste Frage schien: wie kann ich helfen? Spontan entschied sich ein Filmteam, den VGT-Obmann zum Fall zu interviewen. Das entsprechende Video wird demnächst online gestellt.

Die AktionsAkademie findet jedes Jahr statt und kann für alle Interessierten nur wärmstens empfohlen werden! Allerdings hat der Staatsanwalt aus Wiener Neustadt genau solche Workshops, wie auf dieser AktionsAkademie, im Tierschutz kriminalisiert. Auf unseren ALWs und in den Aktivismus-Trainingscamps werden auch Aktionen des Zivilen Ungehorsams geübt, gibt es Aktionsklettern, eine Rechtsbelehrung im Umgang mit Behörde und Polizei, sowie Kampagnenplanung. Was beim VGT als kriminell gilt und sogar im Verfassungsschutz explizit Erwähnung findet, ist im Umweltschutz- und Menschenrechtsbereich noch möglich? Fragt sich, wie lange noch!

 

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