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VGT-Gatterjagddemo in Salzburg vor Landesregierung: Jagdgesetzreform gefordert!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (21.09.2016)

Salzburg, 21.09.2016

Wien erlässt gerade ein Gatterjagdverbot, NÖ hat die Jagdgatter drastisch eingeschränkt, im Burgenland wird ein Gatterjagdverbot angepeilt: und Salzburg?

In Wien, NÖ und dem Burgenland gibt es zwar noch Jagdgatter, doch die Landesregierungen werden dagegen aktiv. Das Jagdgatter Mayr-Melnhof in Salzburg verhindert aber jeden Fortschritt in diesem Bundesland. Offenbar will man einen ehemaligen Adeligen und Großgrundbesitzer, dessen Schwester und Vater bereits ÖVP-LandesrätInnen waren, nicht vergrämen. Doch das Jagdgatter Mayr-Melnhof ist nicht nur ein Tierschutz- sondern auch ein Umweltschutzskandal. Das Areal ist ein Natura 2000 Gebiet, aber die hunderten Zuchtwildschweine zerstören die geschützten Lebensräume, vernichten Grauerlen- und Eschenwälder, sowie die Frühlingsgeophyten, und natürlich sämtliche Amphibien, wie den besonders geschützten Kammmolch. Doch die für Umwelt zuständige Landesrätin Astrid Rössler von den Grünen bleibt davon unbeeindruckt. Nur nicht Herrn Mayr-Melnhof belästigen, scheint die Devise, da dürfen Tiere gequält, Schutzgebiete vernichtet und seltene Amphibien zum Aussterben gebracht werden. Der VGT hat heute deswegen wieder vor dem Amt der Salzburger Landesregierung in der Kaigasse eine Demonstration gegen das Jagdgatter Mayr-Melnhof abgehalten.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Das ist wieder einmal so eine typisch österreichische Provinzposse. Irgendein lokaler Altadeliger mit seinem Einfluss kann jede vernünftige Entscheidung verhindern. 91,3 % der Bevölkerung wollen ein Gatterjagdverbot, doch wenn Max Mayr-Melnhof hunderte Wildschweine massakrieren will, macht man in der Landespolitik ein Auge zu. Aber besonders erschüttert, dass selbst die Grünen, kaum sind sie in der Regierung, derselben Freunderlwirtschaft erliegen. Der Futtertrog der Macht korrumpiert offenbar. Anders lässt sich nicht erklären, dass Vize-Landeshauptfrau Astrid Rössler von den Grünen als zuständige Umweltlandesrätin keinen Finger rührt und lieber die EU-Vorgaben für ein Natura 2000 Schutzgebiet ignoriert, bevor sie Mayr-Melnhofs Jagdlust einschränkt! Wir werden das aber nicht untertänig hinnehmen, wie Mayr-Melnhof das offenbar gewohnt ist. Das Wiener Oberlandesgericht hat nach einer Mayr-Melnhof Klage bestätigt, dass die Aktionsformen des VGT völlig legitim sind. Wir hoffen, dass sich der öffentliche Druck letztlich als stärker erweist, als der Einfluss dieses Großgrundbesitzers.“

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