Teilen:

Jagd auf 1000 ausgesetzte Zuchtfasane im Burgenland: Jäger schlägt Tierschützerin

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.10.2016)

Wien, 09.10.2016

Freizeitbeschäftigung infantiler erwachsener Menschen: Rebhühner und Fasane aus Massentierhaltung aussetzen und gleich wieder abschießen – VGT fordert Verbot

1000 Rebhühner und Fasane sind in der Gegend von Gattendorf im Nordburgenland ausgesetzt worden. Das jedenfalls gab ein Jagdhelfer einer dortigen Treibjagd gestern Samstag gegenüber TierschützerInnen zu. Die hilflosen Tiere saßen einfach in der Gegend herum, oft 30 von ihnen mitten auf der Straße, und wussten nicht, wie ihnen geschah. Bis die Hunde auf sie gehetzt wurden, und die Treiber mit Geschrei und Stockschlägen die Vögel zum Auffliegen brachten, oft 50 auf einmal. Und darin scheint der perverse Spaß dieser infantilen Personen zu liegen, auf die flüchtenden Tiere zu schießen, mitten in den Vogelschwarm hinein. Überall fielen angeschossene Tiere vom Himmel, liefen mit verletzten Flügeln in Todespanik den anstürmenden Hunden davon, an jeder Ecke wanden sich Fasane und Rebhühner im Todeskampf. Ein richtiges Schlachtfeld! Der VGT hat ein Video dazu veröffentlicht.

Wer gegenüber Tieren derart gewalttätig ist, ist es auch gegenüber Menschen. TierschützerInnen des VGT waren anwesend, um legal von der Straße aus dieses völlig absurde Verhalten geistig offenbar verarmter Individuen zu dokumentieren. Landesrätin Verena Dunst hat gerade eine Reform des Jagdgesetzes in Begutachtung gegeben, die diese Jagdpraxis weiterhin erlauben würde. Doch dass die Jägerschaft nicht dulden will, dass die Gesellschaft von ihren infantilen Abschießbelustigungen erfährt, wurde gestern deutlich. Ein Mann in Grün mit Namen Roman T., seine Frau ist ÖVP-Gemeindevorstand in Gattendorf, griff zuerst zwei filmende Tierschützer an, um dann einer Frau mit voller Kraft mehrmals auf den Kopf zu schlagen, wie in dem folgenden Video zu sehen ist:

Die Aktivistin musste im Unfallkrankenhaus behandelt werden. Die Polizei reagierte besonnen, nahm die Identität des Täters auf und stellte sicher, dass die TierschützerInnen des VGT weiterhin filmen konnten. Das hielt ein anderes Mitglied der Jagdgesellschaft aber nicht davon ab, vor laufenden Kameras eine Morddrohung gegen den VGT-Obmann auszusprechen.

Auch ein Abgeordneter des Europäischen Parlaments war als Gast des VGT bei der Jagd anwesend und gab in einem kurzen Video seinem Entsetzen Ausdruck. Wenn aus Provinzdünkel und Freunderlwirtschaft die Jagd auf Zuchttiere in Österreich weiterhin erlaubt bleiben sollte, könnte ein Verbot über die EU in Betracht gezogen werden.

VGT-Obmann Martin Balluch ruft nun dazu auf, bei der Landesrätin zu protestieren: Wir haben Verena Dunst eingeladen, mit uns diese Massaker an gezüchteten Vögeln anzusehen. Kein Mensch mit auch nur einem Funken Anstand und Mitgefühl im Herzen, kann sich angesichts solcher Vorgänge nicht mit Grauen abwenden. Wir fordern nun die Landesrätin auf, umgehend ein Verbot dieser infantilen und tierquälerischen Jagdform zu erlassen.

20.08.2026, OÖ/NÖ/Kärnten/Bgld

VGT bringt weitere 533 Anzeigen gegen Vollspaltenboden-Schweinefabriken ein

Keine Schweinehaltung ohne Einstreu, d.h. ohne physisch angenehmen Liegebereich, der sauber ist und auf dem alle Schweine gleichzeitig liegen können, entspricht dem Gesetz

19.08.2026, Hvalfjörður/Island

VGT dokumentiert Walfang in Island: 51. Finnwal getötet, Whale Watching behindert

Neben Norwegen und Japan betreibt nur mehr Island kommerziellen Walfang – eine letzte Firma mit 2 Booten darf 150 Finnwale und 168 Zwergwale pro Jahr töten

13.08.2026, Wien

VGT-Mahnwache für die verhungerten Schweine

Tierschützer:innen versammelten sich vor dem Stall, wo hunderte (womöglich mehr als 1.000) Schweine verhungerten: Die Opfer sind und bleiben die Tiere!

12.08.2026, Wien

Einladung: Mahnwache für die verhungerten Schweine (NÖ)

Gedenken an die mehr als 400 Schweine, die in einem Mastbetrieb im Bezirk Amstetten vorgefunden wurden

11.08.2026, Wien

Hunderte verhungerte Schweine womöglich monatelang ohne Futter

Im Fall der mehr als 400 toten Schweine, die in einem Mastbetrieb im Bezirk Amstetten vorgefunden wurden, zeichnet sich ein immer grausameres Bild der Tierquälerei

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Aufgedeckt: Spiridon II-Verantwortlicher Klinger verschifft hunderte Kühe nach Algerien

VGT dokumentiert Tiertransporte von Versteigerungshallen bis zum Hafen in Koper

10.07.2026, Tirol

Tiroler Tierschutzlehrkräfte - Team gibt praxisnahe Einblicke in Tierrechte und Aktivismus

Oberstufen-Workshop als Ausklang eines erfolgreichen Schuljahrs

10.07.2026, Wien

1. Durchbruch: Bauarbeiten für Amphibientunnel in vollem Gange

VGT freut sich über Baustart am Schottenhof, Hanslteich folgt