Uttendorf, 02.03.2026
Stolz auf über 100 tote Füchse, 10 Dachse und zig Marder, Wiesel und Hermeline? – warum ist das Töten so ökologisch wertvoller Beutegreifer nicht längst verboten?
Für Menschen mit normalem ethischen Empfinden ist es kaum erträglich. In Uttendorf bei Braunau am Inn haben am 28. Februar 2026 abends zahlreiche Jäger:innen fast 200 tote kleine Beutegreifer stolz auf den Asphalt gelegt und sich selbst dafür gefeiert, wie der VGT zusammen mit RespekTiere dokumentieren konnte. Angekarrt sind die Tiere mit Scheibtruhen worden und dann lieblos auf den Boden geworfen. „Stücke“ sind für die Jägerschaft diese Individuen, die sie abknallen wollen, wie in ihrer Ankündigung für diesen makaberen Event steht. Als handelte es sich nicht um Lebewesen wie Du und ich, aus Fleisch und Blut, mit einer Freude am Leben, mit einer Liebe für ihre Partner:innen und ihre Kinder. Völlig sinnlos aus dem Leben gerissen! Und das zu einer Zeit, in der einige der Tiere durchaus bereits schwanger sein können, oder Partner schwangerer zukünftiger Mütter sind, die jetzt ohne die Hilfe ihres Partners auskommen müssen. Mit den getöteten Tieren bei diesem Massaker starben daher sehr wahrscheinlich auch einige Kinder mit.
Es gibt keine einzige gute Begründung, Füchse zu töten. Auf fast dem gesamten Grundbesitz der Stadt Wien, immerhin Österreichs zweitgrößter Grundbesitzer, findet längst keine Fuchsjagd mehr statt, ebenso in Luxemburg. Und was ist der große Schaden, der ohne Fuchsjagd entstehen soll? Es gibt keinen. Noch rätselhafter ist die Begründung dafür, 10 Dachse erschossen zu haben. Wem haben diese Tiere etwas getan? Was ist ihr Verbrechen gewesen? Die Jagd auf die kleinen Beutegreifer sollte längst verboten sein!
VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Ich habe viele Jahre lang in einem Wildtierspital mitgeholfen, u.a. auch von der Jagd verletzte Füchse ins Spital gebracht, gepflegt und wieder ausgesetzt. Ich habe sie auch oft beobachtet und gefilmt, sowohl mitten in der Stadt in Wien, als auch bei mir im Wald in der Obersteiermark. Ich spüre eine enge innere Verbindung zu Füchsen, sie sind so wunderschön. Ebenso zu den Dachsen, die regelmäßig bei mir vorbeikommen und sich durch meine Präsenz nicht irritieren lassen. Und eine Marderfamilie wohnt in meinem Dachboden. Wie kann man diese Tiere nur so hassen, dass man sie mit Lust und Freude tötet? Wie kann man sich dafür feiern, derartig viele dieser Tiere massakriert zu haben? Wie kann man diese wunderbaren Tiere nur als ‚Stücke‘ bezeichnen? Die Einstellung dieser Jäger:innen, die abseits jedes tierethischen und ökologischen Empfindens derartige Verbrechen an den Tieren begehen, wird mir immer völlig unverständlich bleiben!“
Pressefotos (Copyright: VGT.at)