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Heute Verhandlung im Bezirk Güssing: Alfons Mensdorff-Pouilly gibt Gesetzesübertretung zu

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.10.2016)

Heiligenbrunn, 10.10.2016

VGT legt Beweise vor, dass der künstliche Ententeich von Mensdorff-Pouilly ohne Genehmigung mit Wasser aus Strembach gefüllt wurde – Ausrede: „aus Tierschutzgründen“

Wer Alfons Mensdorff-Pouilly kennt, weiß, dass er es mit dem Gesetz nicht so genau nimmt. Erst kürzlich musste der VGT wieder zahlreiche Anzeigen wegen des Aussetzens von Rebhühnern und einer nicht-weidgerechten Jagd auf Zuchtenten einbringen. Heute fand im Gemeindeamt Heiligenbrunn eine Verhandlung über eine weitere Anzeige des VGT statt. Am 19. Juli 2016 hatten Wanderer beobachtet, dass ein Traktor am Strembach bei Luising im südburgenländischen Bezirk Güssing positioniert war, der eine Wasserpumpe betrieb. Von dort aus führte ein langer Schlauch bis in den künstlichen Ententeich von Mensdorff-Pouilly. Das wurde fotografisch dokumentiert und dem VGT übermittelt, der Anzeige erstattete. Mensdorff-Pouilly setzt regelmäßig Zuchtenten in seinen künstlichen Ententeich, um seine Jagdgäste mit infantilen Abschießbelustigungen zu unterhalten. Heute, am 10. Oktober 2016, fand zum Vorwurf der widerrechtlichen Wasserentnahme eine Verhandlung statt. Der Beschuldigte, Alfons Mensdorff-Pouilly, gab die Tat zu, rechtfertigte sie aber damit, dass sie „aus Tierschutzgründen“ für die Enten notwendig gewesen sei. Zuerst werden also Enten aus Massentierhaltung angeliefert, die ausschließlich dem Abschussspaß dienen sollen – so ziemlich das Gegenteil von Tierschutz, aber auch einer weidgerechten Jagd – und dann wird es dafür „aus Tierschutzgründen“ notwendig, Wasser der Allgemeinheit zu entwenden. Auch gestern, Sonntag, hat wieder eine Federwildjagd, vermutlich auf Enten, im Jagdrevier Mensdorff-Pouilly stattgefunden.

VGT-Obmann Martin Balluch war bei der Verhandlung dabei: „Heute war Herr Mensdorff-Pouilly nicht sehr gut gelaunt. Keine Spur von seiner bekannten Leutseligkeit und Gönnerhaftigkeit. Mit mir, so hat er gesagt, wolle er nicht sprechen. Aber mir geht es nicht um seine Person, mir geht es ausschließlich darum, diese tierquälerische Praxis der Jagd auf Zuchtvögel zu beenden und ein Verbot zu erreichen. Landesrätin Verena Dunst wohnt nicht weit von Luising in Moschendorf. Ich lade sie ein, sich selbst ein Bild von diesen Grausamkeiten zu machen. Vielleicht wäre sie dann bereit, diesem Treiben mit einem klaren Verbot ein Ende zu setzen. Der infantile Spaß am Abschuss zahmer Vögel hat im Österreich des 21. Jahrhunderts keinen Platz!“

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