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Salzburg, am 25.09.2018

Erneute Belege: Massentierhaltung im Jagdgatter Mayr-Melnhof zerstört Natur

Salzburger Landesregierung plant Gatterjagdverbot noch in 2018; VGT demonstriert erneut vor dem Büro des zuständigen Landesrates Dr. Josef Schwaiger

Eine erneute Begehung des Jagdgatters Mayr-Melnhof zeigt ganz aktuell die weitgehende Naturzerstörung dieser eigentlich als Natura 2000 Schutzgebiet ausgewiesenen Aulandschaft. Die Gewässer sind durch den Kot von hunderten Schweinen bereits gekippt. Algenteppiche überziehen die Oberfläche, bakteriologische Untersuchungen beweisen, dass die Grenzwerte für E.coli Bakterien und Kotkeime weit überschritten sind. Die Wiesen sind vollständig umgewühlt, Jungpflanzen gefressen, Jungbäume durch die Überpopulation an nicht heimischen Damhirschen, die dort extra für die Jagd ausgesetzt worden sind, geschält. Die Natur in diesem Natura 2000 Gebiet ist völlig zerstört, und das, nur um Treibjagden für die Spaßgesellschaft der Oberen 10.000 abhalten zu können. Auf Fotos sind neben der Naturvernichtung auch Damhirsche und Wildschweine zu sehen, die in wenigen Wochen innerhalb der Umzäunung von Hunden gehetzt und von Jagdgästen beschossen werden sollen.

Der VGT demonstriert deshalb jetzt erneut vor dem Amt der Salzburger Landesregierung in der Kaigasse 14. In einem Arbeitsplan der Regierungskoalition wird das Gatterjagdverbot als Vorhaben noch für das Jahr 2018 angeführt. Landesrat Dr. Josef Schwaiger erklärte auf Medienanfrage, dass es demnächst eine Expert_innenrunde zu dem Thema geben soll.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Landesrat Schwaiger hat uns bereits im April 2017 das Gatterjagdverbot in Salzburg versprochen. Nun, 18 Monate später, will er eine Expert_innenrunde einladen und noch 2018 das Gesetz vorlegen. Wir glauben erst, dass er sein Versprechen einhalten wird, wenn wir Ergebnisse sehen. Ich hoffe, Landesrat Schwaiger sieht nicht nur die Jägerschaft als Expert_innen, sondern auch Natur- und Tierschutz. Das Jagdgatter Mayr-Melnhof bedeutet jedenfalls nicht nur eine horrende Tierquälerei für hunderte Wildschweine und nicht-heimische Damhirsche jedes Jahr, sondern auch die komplette Zerstörung der Natur in diesem Natura 2000 Schutzgebiet, für das die Salzburger Landesregierung verantwortlich ist.“

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