Ferkelspenden! vgt.at Verein gegen Tierfabriken Menü
Wien, am 02.11.2020

5 Gründe, keinen Pelz zu tragen

Warum Mäntel, Bommel und Accessoires aus Tierpelz und Kunstpelz nicht cool sind.

Pelzbommel an Hauben, Taschen oder sogar Schuhen haben in den letzten Jahren eine neue Welle der Beliebtheit erlebt. Doch für die meisten dieser Accessoires leidet ein Tier auf einer Pelzfarm sein ganzes Leben lang.

1. Pelzbommel und Accessoires sind meist aus Tierpelz

Viele Menschen glauben, Pelz wäre in Europa längst verboten und die Bommel und Krägen, die man in den Auslagen sehen kann, wären alle aus Kunstpelz. Die Realität sieht leider anders aus. Während in Österreich die letzten Pelzfarmen bereits 1998 geschlossen haben, ist die Erzeugung von Pelz in der EU nicht verboten. Glücklicherweise steigen immer mehr Länder freiwillig aus der grausamen Praktik aus, doch die Einfuhr und der Verkauf von Pelz und Pelzprodukten ist in ganz Europa erlaubt und wird auch durchgeführt. So findet man auch in österreichischen Geschäften jedes Jahr Mäntel, Krägen, Bommel und Accessoires aus Tierpelz. Da gerade Pelzbesatz wie Krägen oder Bommel oft aus Ländern wie China importiert wird, sind diese oft nicht einmal teurer als Kunstpelz-Varianten und auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden.

2. Es gibt keinen tierfreundlichen Tierpelz

Pelz stammt entweder von Tieren, die ihr gesamtes Leben in einem winzigen Käfig einer Pelzfarm verbracht haben, oder von Tieren, die mit Fallen bejagt wurden. Beim Fallenfang werden die Tiere in Fangeisen aus Metall, sogenannten Tellereisen bzw. Abzugeisen, gefangen. Diese sind mittlerweile bereits in der ganzen EU verboten, da sie besonders grausam sind. Die Geräte haben die Eigenschaft, so fest und rasch zuzuschnappen, dass das Tier nicht entkommen kann, aber wiederum leicht genug, dass der Pelz des Tieres nicht beschädigt wird. Den Tieren werden dabei die Beine gebrochen oder sie werden um den Hals oder Bauch in furchtbarer Lage festgehalten, bis die Fallensteller_innen oft erst nach bis zu sieben Tagen vorbeikommen. Wassertiere werden in Unterwasserfallen bis zum Ertrinken gehalten, Baumtiere hängen tagelang an den Fallen von Bäumen. Und um die 90 Prozent der in den Fallen gefangenen Tiere gehören gar nicht zu der Tierart, für welche die Fallen aufgestellt wurden.

3. Pelz ist nicht umweltfreundlich

Tierpelz wird oft als nachhaltiges oder umweltfreundliches Naturprodukt angesehen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Allein die Erzeugung eines Pelzmantels benötigt 66 Mal mehr Energie, als die Erzeugung eines gleichwertigen Kunstpelzmantels. Für einen Nerzmantel müssen zuerst über drei Tonnen Nahrungsmittel verfüttert werden. Die ungeheuren Kotmengen der Pelztiere verschmutzen das Grundwasser und verursachen sauren Regen. Zur Gerbung der Haut werden giftige Chemikalien verwendet, die im Pelzprodukt selbst noch nachweisbar sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass fast alle Pelze Rückstände von gefährlichen Chemikalien wie Chrom und Formaldehyd aufweisen. Kunstpelz besteht dagegen meist aus Plastik, einer nicht erneuerbaren Ressource auf Erdölbasis.

4. Pelz stammt meist aus Ländern mit schlechteren Tierschutzgesetzen

Das österreichische Tierschutzgesetz verbietet Pelzfarmen und den kommerziellen Fallenfang für die Pelzproduktion. Der Import von Pelzen aus anderen Ländern ist allerdings erlaubt. Zahlreiche Aufdeckungen von Tierschutzvereinen zeigen, dass die Pelztierfarmen überall gleich sind, egal wo auf der Welt sie sich befinden. Sie stammen aus einer Zeit, in der Tierschutz noch kein Thema war und haben sich bis heute nicht verändert. Die meisten dieser Länder haben schwächere Tierschutzgesetze als Österreich. Oftmals ist nicht einmal eine Betäubung vor der Tötung der Tiere vorgesehen und es gibt kaum Kontrollen.

5. Pelz ist nicht cool

Pelz ist out! Auch Kunstpelz oder Second-Hand-Produkte tragen dazu bei, dass Pelzkrägen und Bommel wieder in Mode kommen und sich die "echten" Bommel unter den "falschen" besser verstecken können. Viele Menschen wissen dabei nicht, ob sie Tierpelz tragen oder es ist ihnen sogar egal. Daher wäre es besser, wenn diese Art der Kleidung aus der Mode käme. Denn Tierpelz bedeutet großes Leid für Millionen von Tieren.

Weiterführende Infos: vgt.at/pelz
Tierpelz von Kunstpelz unterscheiden: vgt.at/pelzerkennen

Akzeptieren

Wir nutzen Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Nutzung von Cookies einverstanden. Mehr erfahren