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„Keine
Einigung zu Schweine-Kastenständen ohne
Tierschutz“ wird mit Blick auf die
Ministergespräche gefordert, „Demokratie
statt Alleingang der ÖVP!“
Seit September 2010 liegt die Missstandsfeststellung der Volksanwaltschaft zur
Haltung von Mutterschweinen in körpergroßen
Käfigen, den sogenannten Kastenständen,
auf dem Tisch. Bis heute hat Landwirtschaftsminister
Berlakovich unter dem Einfluss der Tierindustrie
dazu nichts gesagt und den Vorschlag
von Tierschutzminister Stöger zur Einschränkung
der Kastenstandhaltung verworfen. Letzte
Woche erklärte Berlakovich dann zusammen
mit Wlodkowski von der Landwirtschaftskammer
und Auer vom ÖVP-Bauernbund, also das
Triumvirat der ÖVP in der Landwirtschaft,
man sei von Landwirtschaftsseite zwar
nicht bereit, eine Einschränkung der
Haltung von Mutterschweinen im Kastenstand
während des Säugens zu diskutieren, man
habe Tierschutzminister Stöger aber bald
soweit, seine Verordnungsänderung zurück
zu ziehen.
Deshalb
blockieren heute früh seit 8 Uhr TierschützerInnen
den Eingang in die niederösterreichische
Landwirtschaftskammer in St. Pölten und
besetzen gleichzeitig 2 Vordächer
Ein
Tripod wurde im Eingangsbereich aufgestellt,
an dem in 6 m Höhe ein Aktivist hängt.
Die TierschützerInnen wollen damit
auf den undemokratischen Einfluss aufmerksam
machen, der von ÖVP und Landwirtschaftskammer
in der Kastenstandfrage ausgeht.
VGT-Obmann
DDr. Martin Balluch ist vor Ort: „In
der Kastenstandfrage stehen die Interessen
der Schweineindustrie gegen die Interessen
der Schweine und jener großen 80%-Mehrheit
von Menschen in Österreich, denen Tierschutz
ein Anliegen ist. In einer Demokratie
sollten die beiden Seiten unter Mitwirkung
der Minister für Landwirtschaft und Tierschutz
einen Kompromiss finden. Nach dem elitären
Verständnis der ÖVP läuft es aber nicht
so, der Tierschutz soll aus den Verhandlungen
ausgeschlossen werden. Die Meinung der
Tierindustrie allein sei nach Ansicht
der ÖVP in dieser Sache relevant. Demokratie
läuft anders, Herr Landwirtschaftskammerpräsident
Wlodkowski. Proporz und Mauschelei werden
heute nicht mehr akzeptiert. Die 80%-Mehrheitsmeinung
für ein Kastenstandverbot muss für jeden
Kompromiss tonangebend sein, diese Interessen
müssen auch in den Verhandlungen vertreten
werden.“
Der
VGT fordert: Einen Kompromiss nur unter
Berücksichtigung der Tierschutzinteressen
und unter Einbeziehung von TierschutzvertreterInnen!
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