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Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Gerersdorf, 02.06.2026

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!

Die Behörden verfolgen den innovativen Schweinebetrieb der Brüder Hubmann bei St. Pölten schon seit Jahren. Die beiden halten die Schweine am Acker im Zelt auf Naturboden und einer dicken Strohmatte. Offenbar weil diese Haltung so simpel und massentauglich, aber auch gleichzeitig eine so immense Verbesserung für das Tierwohl weg vom Vollspaltenboden ist, versucht man seitens der Schweineindustrie und ihrer Verbündeter in den Behörden, den Hubmanns das Leben schwer zu machen und dieses Pionierprojekt zu vernichten. Da gibt es Verfahren der BH wegen einer angeblich drohenden Grundwasserverschmutzung, die weder jemals aufgetreten ist, noch gedroht hat. Da gibt es Verfahren der Gemeinde, weil man die Zelte für Gebäude hält, die willkürlich nicht genehmigt werden. Und jetzt auch noch wegen Tierquälerei. Der Bürgermeister von Hafnerbach gibt an, er habe im Schweinebetrieb von Thomas Hubmann beim Vorbeigehen frierende Ferkel gesehen. Er fordert in einem Schreiben die BH auf, wegen Tierquälerei zu ermitteln. Besonders absurd: er zeigt nach genau jenem Paragraph an, nach dem der VGT gerade 1025 Anzeigen gegen Schweinefabriken in der Steiermark eingebracht hat: der Liegebereich sei nicht physisch und temperaturmäßig angenehm! Obwohl die Schweine dort auf Stroh in einer Box zusammengekuschelt liegen können, während sie auf Vollspaltenboden auf einer steinharten Betonfläche mit scharfkantigen Spalten liegen müssen! Letzteres zeigt er aber nicht an, trotzdem es ihm bekannt sein muss!

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch kennt den Betrieb Hubmann mittlerweile sehr gut: „Nach mehr als einem Dutzend Besuche dieses Betriebs, sowohl im kältesten Winter als auch bei großer Hitze im Sommer, habe ich mich überzeugt, dass diese Haltungsform die mit Abstand beste für die Schweine ist. Die Schweine haben einen Liegekomfort, sie können wühlen, kleinere Strecken laufen, haben eine Suhle, können Kotplatz vom Schlafplatz trennen und sind immer an der frischen Luft und der Sonne. Schweine auf Vollspaltenboden haben gar nichts dagegen. Es ist wirklich absurd, dass der Bürgermeister von Hafnerbach, der spätestens seit den Bauverhandlungen die Schweinefabriken mit Vollspaltenboden in seiner Gemeinde kennen müsste, die Freilandhaltung wegen Tierleids anzeigt, anstatt die Haltung auf Vollspaltenboden. Genau diese Norm, die er gegen die Hubmanns zur Anzeige brachte, wird von keiner der Schweinefabriken erfüllt. Dort gibt es keinen Liegebereich, geschweige denn einen sauberen und angenehmen. Diese Anzeige ist ein neuer Höhepunkt in der Eskalation von Schweineindustrie und Behörden gegen eine Haltungsform, der die Zukunft gehören muss!“

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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