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ÖVP
und Landwirtschaftskammer sollen bei
der Wahrheit bleiben, der Tierschutz
muss in Verhandlungen einbezogen werden
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Blockade fortgesetzt
Seit
bereits 5 Stunden blockieren TierschützerInnen
den Eingang in die nö Landwirtschaftskammer
und besetzen 3 Dächer. Damit protestieren
sie gegen die Propaganda der ÖVP und
der Landwirtschaftskammer, mit der die
Haltung von Mutterschweinen beschönigt
werden soll. Kammerpräsident Schultes
sprach mit den BesetzerInnen und behauptete,
ohne Kastenstände würden die Mutterschweine
Bauern angreifen und Ferkel töten.
"Blödsinn",
erklärt VGT-Obmann DDr. Martin Balluch. "Daran sieht man, wie weit die heutigen Schweinebetriebe
von einer natürlichen Haltung entfernt
sind. Beim VGT haben wir 25 Schweine
in Pflege, davon auch 3 Muttertiere mit
Ferkeln, natürlich ohne Kastenstand und
ohne Probleme. Die heutige Schweineindustrie
hat vom natürlichen Verhalten von
Schweinen offenbar keine Ahnung mehr.
In Schweden, der Schweiz und Norwegen
gibt es seit langem keine Kastenstände
mehr, und dort sind weder die Ferkelverluste
höher als in Österreich, noch gibt es
verletzte Bauern."
Der
ÖVP-Landwirtschaftskammerpräsident und
der Landwirtschaftsminister meinen, der
Tierschutz habe kein Mandat, um sich
an den politischen Gesprächen über einen
Kompromiss in der Kastenstandfrage zu
beteiligen
Dazu
der VGT: "Dieses
elitäre Politikverständnis der ÖVP ist
nicht mehr zeitgemäß. Heute muss man
die Zivilgesellschaft in politische Verhandlungen
mit einbeziehen. In der Kastenstandfrage
kann es keinen Kompromiss ohne Zustimmung
der Tierschutzorganisationen geben, wir
werden uns nichts diktieren lassen. Immerhin
wissen wir in dieser Frage 80% der Bevölkerung
hinter uns. Wenn man uns ausgrenzt, sind
wir gezwungen uns mit Aktionen des zivilen
Ungehorsams zu Wort zu melden."
Seit
Mitte September 2011 gab es bereits 35
Störaktionen bei öffentlichen Auftritten
des Landwirtschaftsministers sowie 2
Besetzungen bzw. Blockaden des Ministeriums
und jetzt
der Landwirtschaftskammer NÖ.
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