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Gib Jagd keine Chance!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (14.02.2012)

Wien, 14.02.2012

Seit über 10 Jahren gibt es in Innsbruck lautstarke Proteste gegen die ?Tiroler Jagdtage", die vergangenes Wochenende in der Innsbrucker Messehalle veranstaltet wurden

Seit über 10 Jahren gibt es in Innsbruck lautstarke Proteste gegen die „Tiroler Jagdtage", die vergangenes Wochenende in der Innsbrucker Messehalle veranstaltet wurden

Wie auch die letzten Jahre veranstalteten TAT (Tierschutz Aktiv Tirol), die Tiroler VGT-Gruppe und MegA (Menschen Gegen Ausbeutung) diese Jagddemonstrationen. Diesmal fand allerdings zeitgleich eine weitere wichtige Kundgebung statt. International wurde an dem Tag gegen das drohende ACTA-Abkommen protestiert, welches nicht nur Bürger_innenrechte dramatisch beschneidet, sondern auch gewohntes politisches Engagagement stark einschränken könnte. Wohl weil gerade die Tierbefreiungsbewegung was Repression betrifft besonders hellhörig geworden ist – nicht zuletzt aufgrund des berüchtigten Tierschutzprozess – wurde auf einigen Demoschildern an diesem Tag sowohl der grausamen Jagdmord wie auch ACTA kritisiert: „Für die Befreiung von Mensch und Tier! Jagd abschaffen, ACTA verhindern!" war da zu lesen.

Der Demomarsch gegen die Jagd startete um 14:30 mit etwa 50, den arktischen Temperaturen trotzenden, Aktivist_innen. Wie immer getragen von mehreren Trommler_innen der Affinitygroup Mega (Menschen gegen Ausbeutung), mit unzähligen Transparenten und Schildern, Tragbahren mit einerseits einem getöteten Fuchs und andererseits mit einem Jäger, Fahnen, Flugzetteln und Megaphon. Lautstark skandierend zog der Protestmarsch dann ins Innsbrucker Zentrum. Dort passierte der Demomarsch gegen die Jagd auch die Protestveranstaltung gegen das ACTA Abkommen. „Animal liberation, human rights; one struggle one fight!" tönte es lautstark aus der Tierrechtsdemo, und die Teillnehmen_Innen der Anti-ACTA Demo skandierten zum Teil entschlossen mit und applaudierten. 

Außerordentliche Polizeipräsenz!
Die 50-köpfige laute und entschlossene Anti-Jagd-Demo wurde im übrigen ständig von 4 bis 5 vollbesetzten Polizeibussen eskortiert. Die 400-Teilnehmer_Innen starke, recht leise Demo gegen ACTA hingegen wurde lediglich von einem Polizeibus begleitet. Es scheint als würde die inoffizielle Vorgehensweise der Sonderkommission gegen Tierrechtsaktivismus nach wie vor vollzogen! In einem SOKO-Bericht vom 23. 01. 2008 wurde festgelegt, dass bei jedem Tierschutzinformationstisch und jeder Kundgebung „egal unter welchem Motto" in ganz Österreich Polizei in voller Montur deutlich wahrnehmbar präsent sein soll, weil so die „Tierschützer auch in der Öffentlichkeit in das Licht der außergewöhnlich gefährlichen Demonstranten gerückt" werden sollten!

Neben einigen stärker frequentierten Stationen wo über Megaphon erschütternde Fakten zur Jagd in Österreich verlesen wurden, machte der Demozug natürlich auch Stopps vor pelzführenden Geschäften, wie dem Modehaus Einwaller und natürlich Kleider Bauer, und auch vor Metzgereien und Fleischereien; „Tiere haben Rechte! Fleisch ist Mord!" skandierten die Aktivist_innen dort lautstark. Nachdem die Kundgebung gegen ACTA um 16:00 zuende war, schlossen sich noch einige der Teilnehmen_innen dem Protestmarsch gegen die Jagd an, so wuchs die Demo im Laufe des späteren Nachmittags noch auf etwa 70 Aktivist_innen an!

Abschlusskundgebung bei den Tiroler Jagdtagen
Entschlossen und laut, getragen von donnernden Trommelrhythmen bahnte sich der Demomarsch seinen Weg durch die Innenstadt zur Messehalle, wo die „Tiroler Jagdtage" stattfanden. Dort ließen die entschlossenen Aktivist_innen die zum Teil merklich überforderten Jäger_innen ganz klar spüren, was von Jagd und Jäger_innen gehalten wird. Die Kundgebung endete um etwa 17:30 beim Eingang zu den „Tiroler Jagdtagen" und war erneut ein starkes und motivierendes Zeichen der Tierrechtsbewegung in Österreich. Wie schon beim letzten Protestmarsch gegen Pelz wurde die Kundgebung wieder tatkräftig von Aktivist_Innen aus Südtirol und Deutschlad unterstützt.

Am Vortag fand in Innsbruck ausserdem wie immer eine Kundgebung vor Kleider Bauer statt und am Samstag davor unterstützen Tiroler Aktivist_Innen die Großdemo gegen Tierausbeutung in Bozen.


Danke an alle, welche sich trotz klirrender Kälte lautstark eingebracht haben!
Um es mit Victor Hugo zu sagen:
„Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist!"
und um den Zusatz erweitert:
„Wir sind diese Idee!"

 

Letzte Jägerballdemo 2012 nächsten Freitag in Wr. Neustadt

Wr. Neustädter Jägerball
Zeit: Freitag, 17. Februar, 19:30 – 23:00
Ort: vor dem Sparkassensaal, Neunkirchnerstraße 17

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